Verkehr
A18-Zubringer: Kantone Solothurn und Baselland setzen auf eine neue Variante

Statt beim Metalli-Areal in Dornach soll der Zubringer näher nördlich beim Gebiet Bruggstrasse über die Birs verlaufen. Die Gemeinden Dornach und Aesch können nun Stellung nehmen.

Fabia Maieroni
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Die Verbindung zur Dornacherstrasse des A18-Vollanschlusses Aesch ist Voraussetzung für einen Anschluss der Gemeinde Dornach an die A18.

Die Verbindung zur Dornacherstrasse des A18-Vollanschlusses Aesch ist Voraussetzung für einen Anschluss der Gemeinde Dornach an die A18.

Bild: Zvg/Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Baselland/bz Zeitung für die Region

Wo soll der Zubringer, der dereinst die A18 mit Dornach verbindet, die Birs queren? Über dieser Frage brüten die Verantwortlichen der Kantone Baselland und Solothurn schon seit Jahren. Die Variante Mitte, bei welcher die Birs auf Höhe des Metalli-Areals und am breitesten Stück der Birs-Auenlandschaft gequert werden soll, ist nun für die beiden Kantone «wegen veränderter Rahmenbedingungen und damit verbundener Risiken nicht mehr realistisch».

Wie das «Wochenblatt» berichtet, teilten die beiden Regierungen dies den Gemeinden Aesch und Dornach in einem Schreiben mit. Grund für die Meinungsänderung: Das Metalli-Areal soll ab dem Jahr 2025 in ein gemischt genutztes Wohn- und Arbeitsquartier transformiert werden.

Ein vom Verein Birsstadt in Auftrag gegebener Zusatzbericht kommt zum Schluss, dass eine Birsbrücke aus regionaler Sicht nicht zwingend notwendig ist. Allerdings nur dann nicht, wenn Alternativen zum motorisierten Individualverkehr geschaffen würden. Ein Ausbau der ÖV-Verbindungen sowie der Fuss- und Velowege wäre unabdingbar. Die Variante Nord stelle die favorisierte Lösung dar, da sie die notwendige Nutzbarkeit der Bruggstrasse und die «Erschliessung mehrerer Entwicklungsgebiete sicherstellt». Die Variante Nord liegt näher bei der Bruggstrasse. Der genaue Standort muss jedoch erst noch festgelegt werden.

Bis Ende November sollen Aesch und Dornach sowie der Verein Birsstadt ihre Stellungnahme zum Zusatzbericht sowie zu den Ausführungen der Kantone abgeben können. Danach werden die Kantone definitiv über die Streichung des Korridors Mitte und die Aufnahme eines ­Korridors Nord entscheiden. Das Richtplanverfahren zur Bereinigung der Linienführung soll anschliessend angestossen werden

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