Rekordjahr
Umsatz gesteigert: Landi Reba übertrifft denkwürdige Marke

Der Baselbieter Detailhändler hat erstmals in einem Geschäftsjahr über 100 Millionen Franken umgesetzt.

Simon Tschopp
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Auch der Laden in Laufen steigerte seinen Umsatz.

Auch der Laden in Laufen steigerte seinen Umsatz.

Archivbild: Nicole Nars-Zimmer
(11. Juli 2019)

Trotz Coronajahr hat die Landi Reba AG 2021 einen denkwürdigen Rekord realisiert. Der Detailhändler mit Domizil in Aesch setzte im vergangenen Geschäftsjahr erstmals über 100 Millionen Franken um. Damit steigerte er den Umsatz im Vergleich zu 2020 um 3,6 Prozent.

Höherer Gewinn, Bilanzsumme legte zu

Der Gewinn fiel mit 2,33 Millionen gar um fast einen Fünftel höher aus; davon werden 2,3 Millionen Franken den freiwilligen Reserven zugewiesen. Das Eigenkapital nahm um 2,33 Millionen auf 15,05 Millionen Franken zu, die Bilanzsumme um gut 800'000 Franken auf fast 29 Millionen. Beat Gisin, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, schreibt im Geschäftsbericht 2021:

«Die Bilanz fällt zwiespältig aus.»
Beat Gisin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Reba AG.

Beat Gisin, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Reba AG.

zvg

Einerseits dürften sie auf ein «äusserst erfolgreiches Jahr» zurückblicken. Andererseits hätten in der Landwirtschaft diverse Kulturen unter Spätfrost, Nässe und Hagel gelitten, was für viele Landwirtschaftsbetriebe mit grossen Ertragsausfällen verbunden gewesen sei.

Ein Geschäftsbereich wird besonders herausfordernd

Gut die Hälfte des Gesamtumsatzes erwirtschaftete die Landi Reba aus dem Detailhandel (53,3 Mio. Fr.). Die Bereiche Energie (24,6 Mio. Fr.) und Agrar (23,2 Mio. Fr.) trugen je knapp einen Viertel bei. Alle vier Läden in Aesch, Bubendorf, Gelterkinden und Laufen schlossen 2021 umsatzmässig besser ab als im Vorjahr.

Im Energiegeschäft machte der Verkauf von Benzin und Diesel an den Tankstellen mit über einem Drittel den Löwenanteil aus. Insgesamt wurden fast zwölf Millionen Liter abgesetzt. Die weiteren Einnahmen stammen aus den Kundentanks Heizöl, Diesel und Holzpellets.

«Der Geschäftsbereich Energie wird die nächsten Jahre stark von der Energiewende geprägt werden.»

Dies hält Beat Gisin im Geschäftsbericht weiter fest. Zusammen mit Agrola wollten sie auch bei den erneuerbaren Energien eine führende Rolle spielen.

«Es werden neue Geschäftsfelder sein, die es zu erschliessen gilt.»

Die Fenaco-Landi Gruppe biete mit ihrer regionalen Verankerung und der nationalen Vernetzung gute Chancen dazu, zeigt sich der Vorsitzende der Geschäftsleitung überzeugt.

Die Landi Reba AG hielt am Donnerstag ihre 23. Generalversammlung in Lausen ab. Gemäss Leitbild richten sich ihre Zielsetzungen «nach den Werten einer Wirtschaftsorganisation in der Hand der Bäuerinnen und Bauern». Der Aktionärskreis ist begrenzt auf aktive Landwirte aus dem hiesigen Wirtschaftsgebiet, örtliche Genossenschaften, die ihre Geschäftstätigkeit an die Landi Reba abgetreten haben, und die Fenaco.

Fenaco besitzt 90 Prozent des Aktienkapitals

Der Baselbieter Detailhändler zählt derzeit 435 Aktionäre; das Aktienkapital beträgt 400'000 Franken und ist zu 90 Prozent im Besitz der Fenaco. Mit dieser und deren Tochtergesellschaften arbeitet Landi Reba eng zusammen. Die gehandelten Produkte und Dienstleistungen werden ausschliesslich bei der Fenaco bezogen.