Pläne durchkreuzt
Windpark auf Wisnerhöchi ist vom Tisch

Auf Solothurner Boden war im Grenzgebiet zum Oberbaselbiet ein Windpark geplant. Das Projekt bei Wisen wurde nun aber aus dem Richtplan gekippt.

Simon Tschopp
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Da bestanden noch Hoffnungen: Messmast für eine geplante Windkraftanlage auf der Wisnerhöchi.

Da bestanden noch Hoffnungen: Messmast für eine geplante Windkraftanlage auf der Wisnerhöchi.

Bruno Kissling
(20. Juni 2016)

Die Solothurner Regierung hat die Wisnerhöchi als Standort für einen Windpark aus dem kantonalen Richtplan gestrichen. Damit kann das vorgesehene Projekt im Grenzgebiet zum Oberbaselbiet nicht verwirklicht werden. Die betroffenen Gemeinden Wisen, Hauenstein-Ifenthal und Trimbach hatten damit mit ihrem Antrag bei der Solothurner Regierung Erfolg, und der Verein Wisen ohne Windpark hat sein Ziel erreicht.

Das Vorhaben fiel wegen ungenügend detaillierter Vorabklärungen im kantonalen Richtplan in die Kategorie Zwischenergebnis. Dieses Gebiet sei im Windatlas Schweiz nicht als Windpotenzialgebiet ausgeschieden, schrieb das «Oltner Tagblatt» Ende Juni. Zudem habe es keine Windkraft-Lobby für den Standort auf der Wisnerhöchi gegeben.

«Es sind keinerlei Reaktionen eingegangen»,

wird das Amt für Raumplanung in der «Solothurner Zeitung» vom März 2020 zitiert. Niemand habe sich gemeldet und eine Beibehaltung verlangt.

Windkraft in Baselland kommt nicht vom Fleck

Auch im Baselbiet haben Windkraftprojekte einen schweren Stand. Es hat seinen Status als einstiger Windkraft-Pionierkanton eingebüsst. Zwar standen über ein halbes Dutzend Gebiete als Windparkstandorte zur Debatte. Mehrere Projekte wurden vorangetrieben – realisiert worden ist jedoch keines. Die Energieversorger scheuen den Widerstand aus der Bevölkerung.

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