Neuorganisation
Bubendorf übernimmt: Niederdorf lagert sein Bauwesen aus

Ab dem kommenden Jahr ist die Bubendörfer Bauverwaltung dafür zuständig. Weshalb entschied sich der Niederdörfer Gemeinderat zu diesem Schritt?

Simon Tschopp
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Baugesuche aus Niederdorf bearbeitet bald die Bubendörfer Bauverwaltung.

Baugesuche aus Niederdorf bearbeitet bald die Bubendörfer Bauverwaltung.

Kenneth Nars (Archiv)

Die Gemeinde Niederdorf überträgt die Aufgaben und Arbeiten ihres Bauwesens auf Anfang 2022 an die Bauverwaltung von Bubendorf.

Nachdem der bisherige Stelleninhaber des Niederdörfer Bauwesens gekündigt hatte, prüfte der Gemeinderat verschiedene Szenarien, wie diese Vakanz aufgefangen werden könnte. Eine Variante war, die betreffenden Aufgaben und Arbeiten an Dritte auszulagern und als Dienstleistung einzukaufen. Im Rahmen des Projekts «Harmonisierung Zonenplan» des Vereins Region Liestal Frenkentäler Plus erbringt die Bubendörfer Abteilung Bau/Planung bereits solche Dienstleistungen für andere Kommunen.

Aufgrund detaillierter und positiv verlaufener Gespräche mit Vertretern aus Bubendorf hat die Niederdörfer Exekutive entschieden, ihr Bauwesen nach Bubendorf auszulagern und die frei gewordene Stelle im Bauwesen nicht wieder zu besetzen. Für die Einwohnerinnen und Einwohner ändere sich dadurch grundsätzlich nichts. «Der Gemeinderat ist von dieser Lösung überzeugt», teilt die Behörde mit. Damit sei das kontinuierliche Fachwissen sichergestellt.

In Seltisberg sagte der Souverän Nein

Auch Seltisbergs Gemeinderat strebte eine Lösung mit Bubendorf an. Er beantragte deshalb der Gemeindeversammlung von Anfang Dezember, die örtliche Bau- und Planungskommission aufzulösen. Die Exekutive stiess mit ihrem Ansinnen jedoch auf erheblichen Widerstand. Die Versammlung schickte den gemeinderätlichen Antrag mit 40 gegen 13 Stimmen bachab.

Der Verein Region Liestal Frenkentäler Plus existiert seit August 2018. Er besteht aus den elf Mitgliedsgemeinden Liestal, Arisdorf, Bubendorf, Hölstein, Lupsingen, Niederdorf, Ramlinsburg, Reigoldswil, Seltisberg, Titterten und Ziefen. Lampenberg hat Gaststatus. Sämtliche Kommunen zählen zusammen gegen 35'000 Einwohnerinnen und Einwohner und gut 13'500 Haushalte. Die Mitgliederbeiträge sind Haupteinnahmequelle des Vereins.

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