Liestal
WWF erhebt Einsprache gegen Weiterführung der Deponie Höli

Gegen die Pläne der Liestaler Bürgergemeinde, die Bauschuttdeponie während zwei Jahren weiterzuführen, wehrt sich die Umweltschutzorganisation.

Kelly Spielmann
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Die Deponie Höli ist voll – gegen die Weiterführung reicht der WWF Einsprache ein.

Die Deponie Höli ist voll – gegen die Weiterführung reicht der WWF Einsprache ein.


Kenneth Nars

Mitte Mai wurde die Deponie Höli in Liestal geschlossen – das bewilligte Volumen von 3,2 Millionen Kubikmetern, das für 30 bis 40 Jahre hätte reichen sollen, ist nach etwas mehr als zehn Jahren aufgefüllt worden. Doch die Schliessung soll nur vorübergehend sein: Die Bürgergemeinde Liestal will die Deponie während zwei Jahren weiterführen und hat für eine neue Betriebsbewilligung ein Gesuch eingereicht.

Dagegen hat der WWF Region Basel nun Einsprache eingereicht, wie er in einer Mitteilung schreibt.

Ergebnis der Weko abwarten

Der WWF vermutet im zu raschen Auffüllen der Deponie Gründe wie Dumpingpreise für die Betreiberfirmen, Ablagerung von Material auch von ausserhalb der Nordwestschweiz sowie die Weigerung der Betreiber, die Auffüllung zu bremsen (die bz berichtete mehrfach). Wegen der Preispolitik der Deponie hat zudem auch die Wettbewerbskommission (Weko) eine Untersuchung eingeleitet. Es lägen Anhaltspunkte vor, dass das Unternehmen im Wirtschaftsraum Basel über eine marktbeherrschende Stellung im Deponiewesen verfügt und diese missbraucht habe.

Aufgrund der Weko-Untersuchung und der wettbewerbsrechtlich offenen Ausgangslage könne das Zusatzvolumen von 600'000 Kubikmetern «nicht bewilligt und durch die gleiche Betreiberschaft mit dem alten Betriebsmodell weiterführt werden», so der WWF in der Mitteilung. Denn dies könnte ja auf einem allenfalls wettbewerbsrechtlich strafbaren Modell basieren.

Der WWF fordert daher, das Baugesuch abzuweisen. Allenfalls könne es auch sistiert werden, bis das Ergebnis der Weko vorliegt. Sicher seien aber Betreiber- und Betriebsmodell, «welche grundsätzlich versagt haben», zu ändern.

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