Münschenstein
Das Testzentrum im Spenglerpark ist überlastet: Bis zu zwei Stunden muss man auf einen Abstrich warten

Seit einem Monat ist das neue Testzentrum im Betrieb. Der Kanton schaut sich bereits nach einem zusätzlichen Standort um.

Zara Zatti
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Nationalratspräsidentin Isabelle Moret, rechts, und Landratspräsident Heinz Lerf, links, besuchen die Covid-19-Abklärungs- und Teststation in Münchenstein am Dienstag, 18. August 2020.

Nationalratspräsidentin Isabelle Moret, rechts, und Landratspräsident Heinz Lerf, links, besuchen die Covid-19-Abklärungs- und Teststation in Münchenstein am Dienstag, 18. August 2020.

KEYSTONE/Georgios Kefalas

Wer sich im Corona-Testzentrum in Münchenstein auf das Virus testen lassen will, der braucht Geduld. Zwischen einer halben und zwei Stunden beträgt momentan die Wartezeit. «Wir hatten vergangene Woche massiv mehr Patienten», sagt Rolf Wirz, Sprecher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland. Seit dem 1. August befindet sich die Teststation im Spenglerpark. Knapp einen Monat nach der Eröffnung des neuen Zentrums haben die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun. 165 Abstriche werden aktuell täglich im Schnitt gemacht. Gestern waren es 254: Ein neuer Rekord seit dem Einzug in den Spenglerpark.

Testfrequenz bringt das Zentrum an seine Grenzen

Dabei ist das Testzentrum aktuell nur für 120 Patienten pro Tag ausgelegt, sagt Rolf Wirz. Aus diesem Grund ist für dieses Wochenende eine Ausbaustufe geplant: Das Personal soll aufgestockt werden. «Wir haben damit gerechnet, dass wir das irgendwann tun werden», sagt Wirz. Im Hinblick auf die wieder ansteigenden Fallzahlen ist der Kanton ausserdem dabei, mögliche neue Standorte zu eruieren. Momentan arbeiten im Spenglerpark pro Tag 10 bis 15 medizinische und technische Fachpersonen. Die meisten Menschen, die ins Testzentrum kommen, haben Symptome. Nur 10 bis 15 Prozent kommen ohne Beschwerden. Die Anzahl der Personen, die mit einem positiven Testresultat nach Hause gehen, machen momentan ungefähr ein Prozent aus.

Neben dem Fachpersonal gibt es im Spenglerpark auch Securitas. Diese kontrollieren, dass keine Patienten den falschen Eingang benutzen oder sich im Gebäude verirren. Denn im Spenglerpark befinden sich auch vier Bildungsinstitutionen, drei davon im Gesundheitswesen. Das sorgte zu Beginn des Umzugs zu Unsicherheiten. Denn viele der Studierenden arbeiten selbst in einem Spital oder im Altersheim. Die Sorge: Die Testpersonen könnten die Schüler mit dem Virus infizieren.

Nach einem Monat scheinen sich die Befürchtungen aber nicht erfüllt zu haben: «Das Schutzkonzept im Gebäude funktioniert gut», sagt Romy Geisser Roth vom Branchenverband Gesundheitsberufe beider Basel. Dieser ist auch im Spenglerpark eingemietet. Im Gebäude herrscht Maskenpflicht, die Testpersonen werden in der Tramlinie 11 via Durchsage darauf hingewiesen an der Station Schaulager auszusteigen. Die Schüler hingegen benutzen die Haltestelle Spengler.

Mittlerweile sind zwei Schüler der Berufsfachschule Gesundheit Baselland (BFG) positiv auf Corona getestet worden. «Es besteht jedoch kein Zusammenhang mit dem Abklärungs- und Testzentrum», sagt Wirz.

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