Baselland
Betriebsergebnis mit Millionen-Defizit: Unwetter machen der Gebäudeversicherung zu schaffen

Die Basellandschaftliche Gebäudeversicherung hat im vergangenen Jahr 7320 Schadensfälle registriert – soviele wie nie in den vergangenen zehn Jahren. Trotzdem erzielte die Anstalt 2021 unter dem Strich einen Gewinn.

Benjamin Wieland
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Im Juni 2021 trat in Niederdorf die Frenke über die Ufer. Zahlreiche Gebäude wurden überschwemmt.

Im Juni 2021 trat in Niederdorf die Frenke über die Ufer. Zahlreiche Gebäude wurden überschwemmt.

Juri Junkov/bz-Archiv

Die vielen Unwetterschäden des vergangenen Jahres schlagen sich auch in den Zahlen der Basellandschaftlichen Gebäudeversicherung (BGV) nieder. Insgesamt 7320 Schäden verzeichnete die Versicherung 2021. Die Schadensumme von total 44,8 Millionen Franken sei die höchste der vergangenen zehn Jahre, teilte die BGV gestern mit.

Trotz Unwetter­ereignissen und Corona habe man das vergangene Jahr finanziell jedoch gut gemeistert. Zwar beträgt das betriebliche Defizit 18,4 Millionen Franken (2020: -7,6 Mio. Fr.). Trotzdem wurde ein Gewinn von 43,4 Millionen Franken erwirtschaftet – das sei erfolgreichen Kapitaleinlagen zu verdanken.

Schadensbearbeitung auch noch im Folgejahr

Gefordert war die Schadenabteilung der Versicherung wegen der Starkregen im vergangenen Sommer, die insbesondere im Diegter- und im Waldenburgertal zu zahlreichen Überschwemmungen geführt hatten.

Die Feuerwehren seien während Wochen rund um die Uhr stark gefordert gewesen, schreibt die BGV, die beim Feuerwehrwesen im Kanton Baselland hoheitliche Aufgaben in Führung und Koordination innehat. Über 2021 hinaus würden die Schäden personelle Ressourcen binden.