Bildung

Baselbieter Landrat stützt Lehrplan mit Kompetenzumschreibungen

Im Kanton Basel-Landschaft soll der Lehrplan 21 einschliesslich seiner Kompetenzumschreibungen als Grundlage für einen Lehrplan Volksschule Baselland genützt werden. Die Landratsfraktionen haben am Donnerstag eine Änderung des Bildungsgesetzes in erster Lesung begrüsst.

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KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Einen definitiven Entscheid fällt der Landrat indes erst nach der zweiten Lesung. In der Baselbieter Version des Lehrplans 21 sollen Unterrichtsziele mit Wissen und Können einschliesslich mit den zu erwerbenden Kompetenzen umschrieben werden. Die Stufenlehrpläne sollen zudem Stoffinhalte und Themen enthalten.

Die Änderung des Bildungsgesetzes soll der Initiative «JA zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen» gegenüber gestellt werden. Diese verlangt, dass Stufenlehrpläne der Volksschulen auf relevante Stoffinhalte und Themen beschränkt bleiben. Die als diffus kritisierten Kompetenzbeschreibungen sollen aus dem Lehrplan gestrichen werden.

Die Regierung lehnt das Volksbegehren des Komitees «Starke Schule Baselland» ab. Einen eigenen Lehrplan zu entwickeln wäre gemäss Vorlage «kostenintensiv». Zudem könne die verlangte Bestimmung «als Verbot zur Nutzung des Lehrplans 21 missverstanden werden».

Der Gegenvorschlag nimmt gemäss Landratsvorlage einzelne Anliegen der Initiative auf - etwa die «gemeinsame Festlegung und Stärkung der Bildungsinhalte mit Stoffverteilungsplänen und Umsetzungshilfen für die Sekundarschulen». In der Landratsdebatte sprach sich auch ein Vertreter der «Starken Schule» für den Gegenvorschlag aus und stellte einen Rückzug der Initiative in Aussicht.