Baselland

Baselbieter Grünliberale mischen im Ständerats-Wahlkampf mit

Die Baselbieter Grünliberalen haben am Mittwochabend ihre Nationalratsliste nominiert. Allerdings wollen sie mit dem Bottminger Landrat Hans Furer im Herbst auch im Ständeratswahlkampf das Zünglein an der Waage spielen.

Bojan Stula
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GLP-Landrat Hans Furer will im Ständeratswahlkampf der lachende Dritte sein.

GLP-Landrat Hans Furer will im Ständeratswahlkampf der lachende Dritte sein.

Michael Nittnaus

Sie wollen eine «Alternative für Mitte-Wahler» bieten. Darum treten die Baselbieter Grünliberalen im Herbst zu den Ständeratswahlen mit einem eigenen Kandidaten an. Die GLP-Mitgliederversammlung bestimmte am Mittwochabend in Liestal den Bottminger Anwalt Hans Furer als Mitbewerber für den Baselbieter Sitz im «Stöckli».

Furer, der im Februar als Landrat nicht wiedergewählt wurde, tritt damit am 18. Oktober gegen den bisherigen SP-Ständerat Claude Janiak und den bürgerlichen Block-Kandidaten Christoph Buser an. Letzterer wird auch von der CVP unterstützt, während die Baselbieter Grünen zu Claude Janiak halten. Realistische Wahlchancen hat Furer hingegen keine.

Ausserdem bestimmten die GLP-Mitglieder ihre Nationalratsliste: Neben Furer, der am 5. Mai seinen 60. Geburtstag gefeiert hat, wurden auch Tanja Haller (Oberwil, Jg. 1970), Parteipräsident Hector Herzig (Langenbruck, 1954), Landrat Daniel Altermatt (Münchenstein, 1955), Andy Werdenberg (Allschwil, 1955), Peter Staub (Buus, 1956) und der ebenfalls im Februar nicht wiedergewählte Landrat Gerhard Schafroth (Liestal, 1957) nominiert.

Kein Entscheid über Listenverbindung

Ob und mit wem die GLP bei den Nationalratswahlen im Herbst eine Listenverbindung eingehen wird, bleibt auch nach der Mitgliederversammlung vom Mittwochabend offen. Die GLP-Mitglieder übertrugen dem Parteivorstand die Vollmacht zur Vereinbarung einer Listenverbindung. Laut Kantonalpräsident Hector Herzig wollen die Grünliberalen zunächst den Entscheid der CVP am 16. Juni abwarten, ehe sie sich festlegen.