Allschwil erwartet Defizit - trotzdem sollen Steuern nicht erhöht werden

Allschwil, die grösste Gemeinde des Baselbiets, rechnet in ihrem Budget für 2013 mit einem Defizit von 1,3 Millionen Franken. Doch der Einwohnerrat will den Steuerfuss nicht erhöhen.

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Auch Allschwil rechnet fürs kommende Jahr mit einem Defizit.

Auch Allschwil rechnet fürs kommende Jahr mit einem Defizit.

Heinz Dürrenberger

An seiner Sitzung vom Mittwoch- und Donnerstagabend hat der Allschwiler Einwohnerrat das Budget 2013 verabschiedet. Der Voranschlag 2013 geht bei einem Gesamtaufwand von 81 Millionen Franken von einem Defizit von 1,3 Millionen Franken aus. Der Steuerfuss für natürliche Personen bleibt unverändert bei 58 Prozent der Staatssteuer.

Ausserdem hat der Rat erneut eine Debatte darüber geführt, ob der geplante Doppel-Tageskindergarten an der Spitzwaldstrasse unterkellert werden soll. Der Gemeinderat sprach sich dagegen aus, weil es den Raum nicht brauche. Eine deutliche Mehrheit des Gemeindeparlaments befand jedoch, dass eine Unterkellerung Sinn machen würde.

Mit 24 zu 5 bewilligte der Einwohnerrat einen Kredit von insgesamt 4,152 Millionen Franken für den Doppel-Tageskindergarten mit einem nicht ausgebauten Keller. Weil der Betrag über drei Millionen Franken liegt, muss das Geschäft noch vors Volk. Die Abstimmung ist für den 3. März 2013 vorgesehen.

Weiter genehmigte der Einwohnerrat einen Nachtragskredit von 84 530 Franken für eine ausserordentliche vormundschaftliche Massnahme. Zugleich hat er die Geschäftsprüfungskommission damit beauftragt, den Fall zu untersuchen. Die Kosten entstanden durch die Unterbringung eines Jugendlichen in der Jugendforensischen Abteilung der Universitären Psychiatrischen Kliniken. (rv)