Dienstleistungen

Baselland legt seine Kantonsdruckerei still

Schul- und Büromaterialverwaltung sowie Kantonsverlag werden nicht mehr als eigene Dienststellen geführt.

Simon Tschopp
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Symbolbild

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Keystone

Auf 1. September stellt der Kanton Baselland den Betrieb der hausinternen Druckerei ein. «Die konstant abnehmende Nachfrage nach Druckereiprodukten wegen der Digitalisierung sowie zwei anstehende Pensionierungen haben zu diesem Entscheid beigetragen», erklärt Fabienne Romanens, Leiterin Kommunikation der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD).

Die Aufgaben der Kantonsdruckerei hatten sich schon seit längerem hin zu Beratungs-, Koordinations- und Vermittlungsdienstleistungen für Druckaufträge verlagert. Bloss noch rund 20 Prozent der Aufträge aus der kantonalen Verwaltung und den Schulen wurden intern ausgeführt. Sie werden weiterhin von denselben Mitarbeitenden behandelt und an verschiedene Anbieter vergeben. Laut Romanens berücksichtigt der Kanton nach Möglichkeit Druckereien aus der Region.

Die Arbeitsplätze bleiben erhalten

Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe man passende Lösungen gefunden, es seien keine Stellen abgebaut worden, versichert Fabienne Romanens. Die in der Druckerei Beschäftigten werden mit den Angestellten aus den Bereichen Finanzen, Administration und Beschaffung als Abteilung «Einkauf» ins zentrale Rechnungswesen der BKSD integriert. Der Schul- und Büromaterialverwaltung standen für Druckaufträge zwei geleaste Grosskopierer zur Verfügung, deren Verträge nun auslaufen.

Die Dienstleistungen der Schul- und Büromaterialverwaltung (SBMV) für die kantonale Verwaltung sowie die Schulen bleiben bestehen. Die SMBV verliert jedoch den Status als eigenständige Dienststelle. Ihre Abteilungen werden grösstenteils ins Generalsekretariat der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion überführt.

Mit dem Reorganisationsprojekt «avanti BKSD» reduziert die Direktion von Regierungsrätin Monica Gschwind ihre Dienststellen von einst zehn auf deren sechs. Davon betroffen ist auch der Kantonsverlag, der im kommenden November in den Verantwortungsbereich der Kantonsbibliothek (Amt für Kultur) übergeht. Der Kantonsverlag gibt regelmässig Bücher über historische und kulturelle Themen heraus und präsentiert sie an Vernissagen. Diese Werke wurden aber nie intern gedruckt, weil mit den bestehenden Geräten die Anforderungen an Qualität und Format nicht hätten erfüllt werden können.

«Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonsbibliothek stehen der neuen Aufgabe sehr motiviert gegenüber und verfügen über ein enormes Fachwissen bezüglich Geschichte und Kultur des Baselbiets», sagt Romanens. Dies werde dem Kantonsverlag in der einen oder anderen Form zugutekommen.