Solar-Knatsch

Solarzellen an Lonza-Gebäude sollen verboten werden

Der Chemieriese Lonza wollte am Hauptsitz in Basel eine grosse Photovoltaik-Anlage bauen. Doch die Stadtbildkommission legt sich quer. Bau- und Umweltschutzdirektor Wessels ärgert sich.

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Keystone

Der Chemieriese Lonza wollte am Hauptsitz in Basel eine grosse Photovoltaik-Anlage bauen. Doch die Stadtbildkommission legt sich quer. Bau- und Umweltschutzdirektor Hans-Peter Wessels ärgert sich gemäss dem Nachrichtenportal OnlineReports grün und blau.

Der Feinchemikalienkonzern Lonza wollte seine Fassaden am Hauptsitz mit je 500 Quadratmetern Solarpanels zur Herstellung von Sonnenstrom ausstatten. Diese Anlage hätte jährlich rund 100'000 Kilowattstunden Strom erzeugt, was etwa dem jährlichen Energiehunger von 40 Wohnungen entspricht.

Nun lehnte die Stadtbildkommission das Begehren laut ab. Als Grund gab die Kommission an, dass das «Gesamtkonzept der Gebäudegestaltung erheblich verunklärt». Lonza-Sprecher Dominik Werner kritisierte den Entscheid - auch darum, weil die Stadtbildkommission einfach mal so nein gesagt habe, ohne in eine Diskussion einzutreten.

Laut Der Basler Bau- und Umweltschutzdiektor Hans-Peter Wessels, der derzeit in China weilt, kommentierte gegenüber OnlineReports, er werde sich nach seiner Rückkehr Ende April um die Sache kümmern. Er ist mit dem Entscheid überhaupt nicht einverstanden. Wessels gegenüber OnlineReports: «Aus meiner Sicht spricht grundsätzlich nichts gegen Fotovoltaik-Panels am Lonza-Hochhaus - ganz im Gegenteil!» Und weiter: «Solche Entscheide lösen bei mir als Energiepolitiker nur Unverständnis aus. Wir müssen bereit zum Umdenken sein. Nach Fukushima sind fast alle gegen Kernenergie - da müssen die gleichen Personen auch bereit sein, Schritte zu machen, die wirklich nicht weh tun, und im vorliegenden Fall Ästhetik hinter Solarpanels stellen.»