Kiesstrand
So will die Stadt das Rheinufer attraktiver machen

Beim Schaffhauserrheinweg lädt künftig ein breiterer Kiesstrand zum Baden ein und auf der Grossbasler Seite sind kleinere Aufschüttungen vorgesehen. Die Bauarbeiten beginnen Ende Juli und dauern je nach Pegelstand des Rhein bis ins Frühjahr 2019.

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Beim Schaffhauserrheinweg soll der breitere Kiesstrand entstehen.

Beim Schaffhauserrheinweg soll der breitere Kiesstrand entstehen.

zvg

Der Kanton Basel-Stadt erhält von den Schweizerischen Rheinhäfen 25'000 Kubikmeter Kies geschenkt. Damit will er das Rheinufer «für Mensch und Umwelt» attraktiver gestalten, wie das Basler Tiefbauamt in einer Mitteilung schreibt. Bei der beliebten Einstiegsstelle für Rheinschwimmer beim Tinguely Museum will er den Kiesstrand vergrössern. Damit falle die momentan unangenehm hohe Stufe kurz vor dem Einstieg weg.

Am Rheinufer unterhalb des Schaffhauserrheinwegs wird der Strand um zwei bis vier Meter verbreitert. Er soll neu auf der gesamten Länge zum Verweilen am Wasser einladen. Dabei bleibe der Anlegesteg der St. Alban-Fähre aber frei.

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Die Rheinschwimmer erhalten einen angenehmeren Einstieg. So sah das traditionelle Rheinschwimmen 2017 aus:

Rheinschwimmen 2017
8 Bilder
Lauter kleine farbige Punkte die im Wasser schwammen.
Auch allerhand lustige Verkleidungen fanden sich am Rheinufer ein.
Für das leibliche Wohl wurde ebenfalls gesorgt.

Rheinschwimmen 2017

Daniel Aenishänslin

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In regelmässigen Abständen verbaute Steinhügel – sogenannte Buhnen – sorgen unter Wasser dafür, dass der aufgeschüttete Kies nicht leicht davon geschwemmt wird. So entstehen entlang des Ufers kleine Buchten und begrünte Inselchen, die Wassertieren als Rückzugsorte dienen sollen. An Wasserstellen mit geringer Tiefe können Fischen laichen.

Auf der Grossbasler Seite sind beim St. Alban-Rheinweg kleinere Aufschüttungen vorgesehen. So entstehen zwischen Letziturm und Waldenburgerstrasse und rund um das Rhybadhysli kleine Kiesflächen. Neu aus der Birs angeschwemmter Kies soll in Zukunft um das Badehaus herum gelenkt werden. Rheinschwimmer können so wieder direkt in tieferes Wasser gelangen.

15 Prozent günstiger dank Gratis-Kies

Der überschüssige Kies fällt während der Korrektur der Schifffahrtsrinne im Rhein an, die in der zweiten Jahreshälfte 2018 erfolge, heisst es in der Mitteilung. Der Kanton kann die Masse, der zwischen Wettstein- und Schwarzwaldbrücke aus dem Rhein gebaggert wird, gleich vor Ort wieder verwenden.

Der genaue Baubeginn im Sommer und die Dauer sind abhängig vom Pegelstand des Rheins. Das Tiefbauamt rechnet zurzeit damit, die Arbeiten bis im Frühjahr 2019 abzuschliessen. Gearbeitet wird von einem Floss aus in Etappen, die rheinabwärts aufeinander folgen.

Durch die Verwendung des Gratis-Kieses der Rheinhäfen fällt das Projekt rund 15 Prozent günstiger aus. Es kostet rund zwei Millionen Franken. Aufgrund von Hochwasserschutzmassnahmen im Rahmen des Projekts übernimmt der Bund zudem 35 Prozent der Gesamtkosten.

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