Schwimmhalle im Kleinbasel
Basler Regierung muss Antworten zum «Musicalbad» liefern

Das geplante Hallenbad, das im Musical-Theater Basel entstehen soll, hat hohe Wellen geschlagen. Ein Grossrat fordert nun mit einem politischen Vorstoss Antworten vom Regierungsrat.

Elodie Kolb Jetzt kommentieren
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Schwimmen statt Showspektakel: Das Musical Theater soll einem Schwimmbad Platz machen.

Schwimmen statt Showspektakel: Das Musical Theater soll einem Schwimmbad Platz machen.

Juri Junkov (Archiv)

Das in Basel lang ersehnte Olympiabecken soll im Musical-Theater realisiert werden. Während dies die Schwimmerinnen und Schwimmer, die sich viele Jahre für ein solches Schwimmbad eingesetzt haben, freuen dürfte, stehen auf der anderen Seite Kulturliebhaber, welche den Verlust des Musical-Theaters beschäftigt.

Voraussichtlich Anfang Juni wird sich denn auch die Basler Politik mit diesen Plänen auseinandersetzen: GLP-Grossrat und Kulturpolitiker Johannes Sieber hat eine Interpellation eingereicht. Er will vom Regierungsrat wissen, ob sich diese über die Folgen der Umnutzung bewusst sind.

Fragen zu möglichen Standorten und den Kosten

Etwa, ob der Regierung bewusst sei, dass das Musical-Theater neben Musicals auch für viele andere Produktionen genutzt werde und Künstlerinnen und Künstler verschiedener Genres dort auftreten.

Ein 50-Meter-Becken für Basel wurde lange gefordert. Geplant wird ein solches im Musical-Theater.

Ein 50-Meter-Becken für Basel wurde lange gefordert. Geplant wird ein solches im Musical-Theater.

Kanton Basel-Stadt / zvg

Ausserdem will Sieber wissen, ob die alternativen Räumlichkeiten überhaupt geeignet seien für jene Produktionen, die bislang im Musical-Theater beheimatet waren. Und wie viele andere Standorte neben dem Musical-Theater für eine solche Schwimmhalle geprüft worden seien.

Ebenfalls Thema des Vorstosses sind Kostenfragen: Sieber will wissen, wie teuer die Planung und Sanierung des Musical-Theaters sein wird und ob diese vom Kanton übernommen werden können.

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