Saboteure stoppen ICE Basel-Frankfurt mit Betonschachtdeckel

Ein ICE-Zug von Basel nach Frankfurt ist am Ostermontag von einem Betonschachtdeckel gestoppt worden, den Unbekannte nach Freiburg auf die Geleise gelegt hatten. Rund 400 Passagiere mussten auf offener Strecke in einen Ersatzzug umsteigen.

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ICE-Zug der Deutschen Bahn

ICE-Zug der Deutschen Bahn

Keystone

Der lebensgefährliche Sabotageakt wurde zwischen den Ortschaften Teningen und Köndringen begangen, wie die deutsche Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Der ICE aus Basel überfuhr den etwa 30 auf 40 Zentimeter grossen Stahlbeton-Deckel gegen 20.15 Uhr. Der Zug wurde beschädigt und musste sofort per Schnellbremsung gestoppt werden.

Die Passagiere mussten das Eintreffen des Ersatzzuges abwarten, bevor sie umsteigen durften. Sicherheitshalber erfolgt dies jeweils nicht über den Trassee-Schotter, sondern mittels Stegen, welche die Türen beider Züge eben verbinden. Insgesamt 32 Züge fuhren wegen diesem Zwischenfall Verspätungen ein, wie es weiter hiess.

Schon am Wochenende davor waren im Raum Freiburg im Breisgau solche Schachtdeckel auf Bahngeleise gelegt worden, konkret auf S- Bahn-Strecken. Gemäss der Mitteilung gelten solche Sabotageakte als «gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr» und können mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren bestraft werden.

Der Bundespolizei ist laut einem Sprecher aufgefallen, dass solche Sabotageakte vor allem in der Ferienzeit begangen werden. Erfahrungsgemäss handle es sich um «jugendliche Verhaltensweisen, gegebenenfalls in Kombination mit Alkohol» - beispielsweise um Mutproben. Manche Täter würden erwischt. Nun werden Zeugen gesucht.