Neugestaltung
Ein Bijou vor der Vorstadt: St.-Alban-Tor-Anlage eingeweiht

Nach rund einem Jahr Bauzeit hat die Basler Stadtgärtnerei am Freitag die sanierte St.-Alban-Tor-Anlage der Bevölkerung übergeben. Rund ein Dutzend neue Bäume gibt es im historischen Pärklein zu bestaunen – darunter einen Baum, der eine Odyssee hinter sich hat.

Benjamin Wieland
Drucken
Er steht unter eidgenössischem Schutz: der St.-Alban-Tor-Park mit dem namensgebenden Tor.

Er steht unter eidgenössischem Schutz: der St.-Alban-Tor-Park mit dem namensgebenden Tor.

Roland Schmid

Die St.-Alban-Tor-Anlage stammt in ihrer heutigen Form aus dem Jahr 1873. Während eines Jahres hat die Basler Stadtgärtnerei das Pärklein sanft umgestaltet. Am Freitagvormittag war die feierliche Einweihung mit Regierungsrätin Esther Keller, Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements, sowie Emanuel Trueb, Leiter der Stadtgärtnerei. Beide waren tatkräftig dabei, als symbolisch ein Eisenholzbaum gesetzt wurde. Es handelt sich nicht um irgendeinen Baum.

Der Eisenholzbaum wurde von der Kulturstiftung Basel H. Geiger gespendet und stand im vergangenen Jahr auf dem Münsterplatz im Rahmen der begehbaren Kunstintervention «Arena für einen Baum» von Klaus Littmann, der am Freitag ebenfalls zugegen war.

Der Baum hatte zuvor, wurde kolportiert, in Klagenfurt gestanden: In der dortigen Wörthersee-Arena hatte Littmann für die Ausstellung «For Forest» temporär 300 Bäume auf den Fussballrasen gesetzt.

Neu gibt es einen Trinkwasserbrunnen und Spielgeräte

Die St.-Alban-Tor-Anlage ist nun die neue Heimat des Eisenholzbaums, ebenso von einem Dutzend weiterer Bäume. Durch gezielte Massnahmen sei die Aufenthaltsqualität der Anlage gesteigert worden, schreibt das Bau- und Verkehrsdepartement, aber auch der ökologische Wert habe dazugewonnen. So seien an mehreren Bäume Nistkästen für Fledermäuse angebracht worden.

Der Eisenholzbaum wird symbolisch gesetzt: Auch Klaus Littmann (links) und die Basler Baudirektorin Esther Keller setzen Hand an.

Der Eisenholzbaum wird symbolisch gesetzt: Auch Klaus Littmann (links) und die Basler Baudirektorin Esther Keller setzen Hand an.

bwi

In der Mitte der Anlage gibt es neu einen Trinkwasserbrunnen. Weiter liess die Stadtgärtnerei Sitzgelegenheiten ersetzen, zudem warten jetzt auch Spielelemente auf Parkbesucherinnen und Besucher.

Erneuert wurden auch die Wege, die Oberflächengestaltung lehnt sich jetzt an jene der umliegenden Strassen an. «Beim St.-Alban-Tor wurde die Wegführung geringfügig geändert und an den historischen Wegverlauf angepasst», schreibt das BVD.

Insgesamt kosteten die Sanierungsarbeiten 1,5 Millionen Franken. Ein grosser Teil davon entfällt auch auf Arbeiten im Untergrund, etwa für den Ersatz von Werkleitungen, die parallel zur Sanierung vorgenommen wurden.

Nur das Wegnetz wurde leicht angepasst, ansonsten kommt der Park weitgehend gleich daher.

Nur das Wegnetz wurde leicht angepasst, ansonsten kommt der Park weitgehend gleich daher.

Roland Schmid