Schulen

Möglichst schnell zurück zur Normalität: So geht es in den Schulen weiter

Während für Kinder Normalität einkehrt, gelten an Basler Berufs- und Mittelschulen weiterhin Einschränkungen. Konkrete Schutzkonzepte bestehen noch nicht überall, doch alle haben eines gemeinsam: Man will schnell wieder Normalität.

Ayse Turcan
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Bis am 8. Juni bleiben die Gänge und Treppen im Gymnasium Kirschgarten leer.

Bis am 8. Juni bleiben die Gänge und Treppen im Gymnasium Kirschgarten leer.

Nicole Nars-Zimmer

Nachdem der Bundesrat am Mittwoch, 27. Mai. weitgehende Lockerungen der Coronamassnahmen beschlossen hat, informierte der Kanton Basel-Stadt gestern darüber, wie diese in den Bereichen Schule und Sport umgesetzt werden sollen. Während konkrete Umsetzungskonzepte zum Teil noch fehlen, ist der Grundtenor klar: So rasch wie möglich zur Normalität zurückkehren. Die bz hat die wichtigsten Änderungen zusammengefasst.

Kitas und Spielgruppen

Vorschul- und Kinderbetreuungsangebote durften bereits am 11. Mai den Betrieb wieder aufnehmen. Neu gelten keine Einschränkungen bezüglich der Gruppengrössen mehr. Neue Kinder können ebenfalls wieder aufgenommen werden – laut Erziehungsdirektor Conradin Cramer für viele Familien eine enorme Erleichterung.

Volksschulen

Auch die obligatorischen Schulen sind seit Mitte Mai wieder geöffnet. «Es war die richtige Entscheidung», sagt Conradin Cramer dazu. Da der Bundesrat die Fünf-Personen-Regel aufhebt, sind ab nächster Woche Ausflüge und Schulexkursionen wieder möglich.

Sekundarstufe II

Weil viele Schülerinnen und Schüler auf Sekundarstufe II volljährig sind, gelten an den Berufsfach- und Mittelschulen andere Regeln. «Wir öffnen die Schulen am 8. Juni. Es wird aber anders als in den Volksschulen», sagt Ulrich Maier, Leiter des Bereichs Mittelschulen und Berufsbildung. So muss in allen Räumlichkeiten der Abstand von zwei Metern eingehalten werden. Je nach Situation im Schulhaus sind daher unterschiedliche Unterrichtsmodelle vorgesehen. In einigen Schulen ist Präsenzunterricht für die meisten Klassen möglich, in anderen wird es wochenweise Präsenz- und Fernunterricht im Wechsel geben. Auf Angebote wie Wahlfächer, die nicht zur Kernaufgabe gehören, muss laut Maier teilweise verzichtet werden.

Distanzhalten im Sportunterricht – gerade in Duschen und Garderoben ist es eine grosse Herausforderung. «Die Sportlehrpersonen sind hierfür die Experten», versichert Ulrich Maier. Eine gute Nachricht gibt es auch für jene, die in diesem Jahr ihren Abschluss erlangen: Es ist ein Ersatz für Maturfeiern vorgesehen. So sollen Zeugnisübergaben mit der Teilnahme von Familienmitgliedern im kleinen Rahmen möglich sein.

Der Kanton ist laut Erziehungsdirektor Cramer zuversichtlich, dass das Schuljahr nach den Sommerferien normal beginnen kann.

Vereine

Die Basler Vereine und Fasnachtscliquen sollen ab dem 8. Juni wieder Sporthallen und Schulräume für ihre Zwecke nutzen können. Zudem kann die Kinder- und Jugendarbeit ihren Betrieb wieder aufnehmen und die Angebote für die jungen Baslerinnen und Basler öffnen.
Sportanlagen

«Die Freude ist riesig. Auch im Sport kann ein Schritt in Richtung Normalität gemacht werden», sagt Steve Beutler, Leiter des Sportamts Basel-Stadt. Ab dem 6. Juni können Individualsportler wieder auf öffentlichen Sportanlagen trainieren. Damit weiterhin ein Contact Tracing möglich ist, gelte es, mit Präsenzlisten die Nachverfolgung enger Kontakte sicherzustellen. Ob die Anlagen hingegen während der Schulferien geöffnet sein werden, ist laut Beutler noch unklar. Auch der freiwillige Schulsport soll wieder stattfinden können. Da bis zu den Sommerferien wenig Zeit bleibt, müsse geprüft werden, wo dies Sinn macht.