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«Nebelspalter» setzt auf «Prime News»-Erfahrung

Christian Keller, Gründer von «Prime News», wird Geschäftsführer beim «Nebelspalter» von Markus Somm.

Christian Mensch
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«Prime News» sieht er auf dem Schlitten, nun will er den «Nebelspalter» flott machen: Christian Keller

«Prime News» sieht er auf dem Schlitten, nun will er den «Nebelspalter» flott machen: Christian Keller

Nicole Nars-Zimmer (niz) / BLZ

Christian Keller, Gründer und Geschäftsführer des Basler Onlineportals «Prime News», wird ab sofort Geschäftsführer des von Markus Somm lancierten neuen «Nebelspalter». Keller sagt, er werde die Aufgabe im Mandat übernehmen und dies zusätzlich zu seinen Aufgaben bei «Prime News».

Keller arbeitete bei Somm als Ressortleiter, als dieser Chefredaktor bei der «Basler Zeitung» war. Nachdem Christoph Blocher die Zeitung an die TX Group verkauft hatte, suchten die beiden politisch ähnlich konservativ positionierten Journalisten in einem gewissen Abstand eine neue Rolle als Medienunternehmer. Keller, der ein neues Basler Medium kreierte, sagt, sein «Prime News» sei gut aufgestellt und funktioniere nun auch ohne ihn. Bei Somm, der die einstige Satirezeitschrift zum politischen Onlinemedium umpositionierte, soll er nun vor allem für ein funktionierendes Geschäftsmodell sorgen. Die Beiträge auf dem Basler Onlineportal können nicht nur mit einem Abo freigeschaltet werden, sondern wie bei Youtube-Filmen auch nach dem Abwarten eines Werbespots gelesen werden. Beim «Nebelspalter» fehlt die werbefinanzierte, zweite Option.

Den unternehmerischen Erfolg hat Keller bei «Prime News» allerdings auch mit einer zunehmenden Vermischung von redaktionellen und bezahlten Beiträgen gesucht. Dies wäre für den «Nebelspalter» Neuland. (cm)