Basel

Masern-Fälle häufen sich in Basel-Stadt - Impfaufruf vom Kanton

In Basel-Stadt häufen sich Masern-Fälle: Seit Dezember seien 30 Kinder und Jugendliche mit der ansteckenden Virus- Erkrankung gemeldet worden. Eine Impfung sei angezeigt, da auch schwere Komplikationen auftreten könnten.

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Ein Kind wird gegen Masern geimpft (Archiv)

Ein Kind wird gegen Masern geimpft (Archiv)

Keystone

Die Betroffenen seien nicht geimpft gewesen, teilte das Gesundheitsdepartement mit. Impfen werde allen empfohlen, die nach 1963 geboren sind - damals war die Impfung flächendeckend eingeführt worden. Für Schulkinder ist sie gratis. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), mit dem Basel-Stadt ebenso in Kontakt steht wie mit Nachbarkantonen, will Masern so eliminieren.

Bei den baselstädtischen Gesundheitsdiensten sprach man auf Anfrage von einer «Präventions-Massnahme». Der Kanton informiere lieber früh, als dass er viele Angesteckte abwarte. Wer wolle, könne sich so noch impfen - das sei auch für Erwachsene möglich - oder über das genaue Krankheitsbild informieren.

Ab 20 Fällen würden jeweils die Basler Schulen informiert, hiess es weiter. Diese sollten Betroffene nach Hause schicken, um andere Kinder und Jugendliche vor einer Ansteckung zu schützen. Zu den möglichen schweren Komplikationen gehören Mittelohr-, Lungen- sowie Gehirnentzündung (Enzephalitis).

Vergleichbare Häufungen sind in der Schweiz laut Communiqué nicht unüblich. Eine normale durchschnittliche Zahl Angesteckter pro Jahr mochte man in Basel nicht nennen; 2009 seien im Stadtkanton insgesamt vier Fälle registriert worden. Masern sind für die Ärzte meldepflichtig.