Kommentar
Novartis: Nicht alles, was leuchtet, ist Gold

Der Basler Pharmariese baut im grossen Stil Stellen ab. Das muss der Stadt und der Region zu denken geben.

Patrick Marcolli
Patrick Marcolli
Drucken
Da leuchtete der Pavillon, da leuchtete der Konzern: Die Lichtshow der Novartis zur Eröffnung ihres Besucherzentrums im April dieses Jahres.

Da leuchtete der Pavillon, da leuchtete der Konzern: Die Lichtshow der Novartis zur Eröffnung ihres Besucherzentrums im April dieses Jahres.

Bild: Juri Junkov

Im April wurde es angekündigt, nun ist es traurige Gewissheit: Novartis baut in Basel im grossen Stil Stellen ab. Angesichts des Geschäftsgangs und der immer hektischer scheinenden internen Reorganisationen war dieser Schritt zu befürchten gewesen. Da hilft es auch nicht, dass der Pharmariese jüngst einen spektakulär leuchtenden Besucherpavillon eröffnete und damit seine Verbundenheit zum Standort und sein Geschichts­bewusstsein zur Schau stellte.

Der Stadt Basel und der ganzen Region muss diese Zäsur zu denken geben. Die Pharma hat sich in den letzten zehn Jahren als wunderbare Klumpenchance erwiesen, die Steuern sprudelten nur so. Die aktuelle Massenentlassung führt uns vor Augen, wie schnell daraus ein Klumpenrisiko werden kann. Die Novartis-Leitung hat in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass ihr Basler Hauptsitz nicht zur Debatte steht. Trotz Öffnung und Fremdvermietung des Campus. Sie muss nun beim Wort genommen werden.