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Kanye macht Basel unsicher – und die Medien drehen völlig durch

Der US-amerikanische Rapper Kanye West in Basel? Wie unglaublich! Kaum ist der Superstar in der Stadt am Rheinknie, drehen die Medien am Rad – und die Gerüchteschleuder läuft auf Hochtouren. So soll er im Coop am Tellplatz zu Mittag gespiesen haben.

Andreas Schwald
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Jacques Herzog im Auto mit Kanye West. Aufgenommen gestern, offenbar in Basel.

Jacques Herzog im Auto mit Kanye West. Aufgenommen gestern, offenbar in Basel.

bz Basel

Ja, Kanye West. Der Mann, der sich jetzt nur noch "ye" nennt, der selbsternannte grösste Rapper der Welt, Trump-Bewunderer und Göttergatte von Kim Kardashian war in Basel. Der Beweis: Ein Selfie aus dem Auto mit Architekt Jacques Herzog. West ist ein Bewunderer des Architekten, nannte ihn auch in einem seiner Songs.

Kaum ist also der Superstar in der Nähe, drehen die Medien am Rad. Das Portal "nau.ch", das vor allem Bildschirme im öffentlichen Verkehr bespielt, streute wilde Gerüchte: Kanye soll im Coop am Tellplatz gesichtet worden sein! Er soll dort zu Mittag gegessen haben!

Aber: Alles Gerüchte, der Detailhandelsriese mit Hauptsitz in Basel wollte davon nichts gewusst haben – und wenn, dann sei "ye" nicht erkannt worden. Auf Twitter gab das vermeintliche und wohl von Komiker Gabriel Vetter erfundene Zmittag viel Futter für Comedians und Artverwandte. Zumal "nau.ch" den Spruch als ungeprüftes Gerücht in den Artikel übernahm.

Damit nicht genug: Kanye twitterte natürlich ebenfalls tüchtig. Er wolle nun nicht mehr über Politik reden. Er wisse ja gar nicht, was mit ihm los gewesen sei, als er es getan haben.

Auch hier liess die Häme nicht lange auf sich warten. Entweder habe man ihm bei Coop was ins Essen gemischt oder Herzog habe ganze Arbeit im Gespräch geleistet. Jedenfalls: Komplimente für den Sinneswandel des Rappers.

Was Kanye genau in Basel treibt, liegt derzeit noch im Dunkeln. Das interessiert aber deutlich weniger als seine schiere Über-Präsenz und die Gerüchte rund um ihn, wie es scheint. Was "nau.ch", wo derzeit die Themenführerschaft des Dossiers West liegt, immerhin in Erfahrung bringen konnte: Er stattete dem Architekturbüro Herzog & de Meuron einen Besuch ab. Ob er sich ein neues Badezimmer mit tragenden Säulen gestalten lassen wollte oder einen Hochhaus-Bau ins Auge gefasst hatte, entzieht sich allerdings der Kenntnis der Medien.

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