Museumsnacht
Eine lange Nacht für Interessierte, Partygänger und Unternehmungslustige

Zum ersten Mal sind das Schaulager, das Depot Basel und die Bibliothek Schmiedenhof Teil der Basler Museumsnacht. Für diese Premiere haben sich die drei Institutionen ein besonderes Programm ausgedacht.

Sydney Karolewski
Drucken
Teilen
Auch die Eisbar ist an der Museumsnacht 2016 wieder am Start. (Archiv)

Auch die Eisbar ist an der Museumsnacht 2016 wieder am Start. (Archiv)

Keystone

Organe, Spielzeuge, Instrumente, Bücher und vieles mehr. «Die Museumsnacht hat die Möglichkeit, möglichst breite Schichten zu erreichen», sagt Philippe Bischof, Leiter Abteilung Kultur. Zum 16. Mal in Folge öffnen die Basler Museen bis in die frühen Morgenstunden ihre Türen für Interessierte, Partygänger und Unternehmungslustige. Der Zugang zu den Basler Museen wird in diesem Jahr insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund durch ein spezielles Angebot vereinfacht und verbilligt.

Unbekanntes entdecken

«Für das Schaulager ist es eine Premiere.» Denn zusammen mit den beiden Kunsträumen Depot Basel und der Bibliothek Schmiedenhof (GGG Stadtbibliothek) ist es zum ersten Mal Teil des achtstündigen Abendprogramms. «Dass wir dieses Jahr teilnehmen können, ist ein Zufall», erklärt Kuratorin Heidi Naef. Denn wegen der Schliessung des Kunstmuseums wurde die Ausstellung «Future presents» verlängert, bis über die Museumsnacht hinaus. «Meist fangen unsere Ausstellungen im Frühling an und enden im Herbst.»

Viel Arbeit für Neulinge

Die Teilnahme an der Museumsnacht Basel ist mit viel Planung verbunden. «Es ist auch eine Herausforderung, sich ein spannendes Programm zu überlegen und sich neue, infrastrukturelle Gedanken zu machen», erklärt Catherine Schott, Kommunikationsverantwortliche des Schaulagers. Neben Kurzführungen, Bastelstunden und einem Filmprogramm gibt es auch die Möglichkeit, sich selbst portraitieren zu lassen. «Wir konnten natürlich nicht auf die Erfahrung der letzten 16 Jahre setzen, wie andere Museen», sagt Schott.

Neben Museen nehmen jedes Jahr auch Gast-Institution teil. Erstmals dabei ist das Depot Basel. «Wir sind keine Messe, kein Festival, kein Museum, kein Showroom und auch keine Galerie» erklärt Matylda Krzykowski, Mitgründerin und Co-Leiterin. Mit «Zusammenkommen» möchten die Foren im Depot Basel einen Raum für den Austausch kontemporärer Gestaltung bieten. «Die Besucher sollen auch Sachen entdecken, die sie vorhin nicht kannten», sagt Philipp Bischof. Die Museumsnacht biete dafür ein Plattform. «Die Nähe zu Frankreich war ebenfalls ein wichtiger Faktor», sagt Bischof. Nebst rund 200 Programmpunkten gibt es auch thematische Tourenvorschläge wie «Von Sinnen», «Schöne Geschichten», «Do It Yourself», «Von Meistern und Werken», «Tanz durch die Nacht» und «I Love Basel», die bei der Auswahl eine Orientierungshilfe bieten.

Angebot für alle

Ebenfalls gross ist die Auswahl an kulinarischen Verköstigungen. Das Angebot reicht von der Eisbar im Restaurant 1777 bis hin zum Schoggibrunnen im Botanischen Garten. Museumsfreunde, die trotz all der Angebote nicht auf ihre Party am Freitagabend verzichten wollen, können ab 2 Uhr gratis mit dem Museumsnachtticket an verschiedene After-Partys. Kuppel, Nordstern und das SUD laden zum Feiern ein. Denn laut einer Statistik sind 40 Prozent der Besucher unter 26 Jahren. «Es ist schön zu sehen, dass wir die Jungen wenigstens dort ansprechen können», sagt Bischof.

Auch dieses Jahr galt die Rahmenbedingung, einen Programmpunkt für junge Menschen und Familien zu haben. «Schön wäre, dass die Jugendlichen auch ausserhalb der Museumsnacht unsere Museen besuchen.» Gegen Vorlage des Ausweises ist die Museumsnacht für alle Personen unter 26 Jahren kostenlos.

Die Museumsnacht findet am Freitag den 22. Januar statt. Weitere Informationen finden Sie auf www.museumsnacht.ch.

Aktuelle Nachrichten