Margarethen
Die Kunsteisbahn soll auch abgetaut ein spassiger Ort werden

Das Projekt «Summer-Kunschti» will im Sommer Leben aufs Areal bringen. Die letzten Vorbereitungen laufen, denn das Eröffnungsfest ist bereits am Donnerstag.

Tobias Gfeller
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Auf Schienen statt auf Kuven fährt es sich seit Montag auf der «Summer-Kunschti». Die Eisfläche der Kunsteisbahn Margarethen ist einem kleinen Pool, einer Street-Soccer-Anlage, Hüpf- und Spielburgen oder einer grossen Rutsche gewichen. Eis gibt es dennoch: am Stiel.

Auf Schienen statt auf Kuven fährt es sich seit Montag auf der «Summer-Kunschti». Die Eisfläche der Kunsteisbahn Margarethen ist einem kleinen Pool, einer Street-Soccer-Anlage, Hüpf- und Spielburgen oder einer grossen Rutsche gewichen. Eis gibt es dennoch: am Stiel.

Kenneth Nars

Bis zum letzten Moment wird geschraubt und gehämmert, damit heute alles bereit ist, wenn das Sommer-Happening auf der Kunsteisbahn Margarethen am Rande des Gundeldinger Quartiers ihre Türen öffnet. Während Jahren lag die Kunsteisbahn in den Sommermonaten grösstenteils brach. Das soll sich nun ändern.

Zusammen mit den Robi-Spiel-Aktionen lancierte das Basler Sportamt die «Summer-Kunschti», um das Areal der Margarethen grossflächig zu bespielen. «Es war schon immer die Idee da, auf der Kunschti etwas zu realisieren. Das Areal ist leer und verlassen, was einerseits viel Potenzial bietet, andererseits aber Personal nötig macht, das das Geschehen überwacht und betreut», erklärt Oliver Schwarz, Leiter Sportförderung beim kantonalen Sportamt. Das wäre sehr kostenintensiv gewesen.

Basels erste Pumptrack

Als die Robi-Spiel-Aktionen den Wunsch äusserten, das Kunschti-Beizli für die Parkbesucher im Sommer zu öffnen, bot sich die Möglichkeit für die vom Sportamt schon länger geplante Spiel- und Sportwelt, verrät Schwarz. «Es gab dadurch eine Gastronomie, geöffnete Toiletten und vor allem professionelles Personal, das es bei dieser Grösse des Erlebnisparks einfach braucht», erklärt er.

Die Summer-Kunschti lockt mit einem vielseitigen Angebot. Als Hauptattraktion soll die erste Pumptrack von Basel, eine geschlossene Strecke mit Wellen und Kurven, Kinder und Jugendliche auf Skateboards, Velos, Trottinetts anlocken. Und auf allem anderen, mit dem man sich über diese Strecke spassvoll fortbewegen kann. Das Bedürfnis nach einer Pumptrack sei in Basel schon lange gross, sagt Oliver Schwarz. «Dort, wo es schon Pumptracks hat, sind sie äusserst beliebt.»

Ein riesiger Spielplatz

Pumptrack, Skaterampe, Minigolf, Wasserspielplatz, Trampolin, Kletterpyramide, Riesenrutsche, Street-Soccer und eine Eisenbahn um die ganze Anlage herum. Die ganze Legende umfasst 27 einzelne Posten. «Ein mega-giga grosser Spielplatz», bringt es Rahel Röthlisberger, Projektleiterin von den Robi-Spiel-Aktionen, treffend auf den Punkt. Sie ist vom Erfolg der Summer-Kunschti überzeugt und unterstreicht auch deren pädagogische Bedeutung. «Spielen alleine fördert grundsätzlich schon. Dazu basteln wir mit den Kindern, kreieren und arbeiten zusammen etwas aus.»

Auch wird es Workshops für Yoga, Tanz oder Velo-Polo geben. Dazu kommen regelmässig Vertreter von Sportvereinen, die den Besuchern ihre Sportart gleich vor Ort am Modul näherbringen. Denn die bestehenden Vereine und Angebote sollen unter der Summer-Kunschti nicht leiden, sondern vielmehr profitieren, hofft Oliver Schwarz. «Hier können auch Kontakte stattfinden, die vielleicht anderenorts nie zustande kämen.»

Das ganze Gundeli profitiert

Die Summer-Kunschti soll alle Altersklassen ansprechen. Für die Erwachsenen gibt es abends einen Barbetrieb. Die selbst gebaute Lounge lädt zum Chillen ein, die Ein-Personen-Pools zum Cocktail-Schlürfen. Der Standort für diesen «Spiel- und Bewegungsraum», wie Rahel Röthlisberger die Summer-Kunschti auch nennt, sei ideal, findet Sportamt-Vertreter Oliver Schwarz.

«Die Kunschti ist aus der ganzen Region sehr gut erreichbar. Das ganze Gundeldinger Quartier wird profitieren, weil sich gerade im Sommer alles auf den Rhein und die Gartenbäder konzentriert. Das Quartier wird dann an den Stadtrand gedrängt.»

Die Kosten für die Summer-Kunschti seien verhältnismässig gering. «Den Grossteil des Materials haben wir schon und die Pumptrack hätten wir wohl sowieso bald angeschafft.» Die ganze Anlage wird auch über den Beizli-Betrieb finanziert. Der Eintritt ist kostenlos.

Eröffnungsfest Summer-Kunschti: Auffahrts-Donnerstag, 25. Mai, von 11 bis 22 Uhr mit: Black Tiger mit Rap- und Graffiti-Workshops, Goldfinger Brothers, Magier, Mittelalter-Show zum Mitmachen, Zirkus-Workshop, Street-Soccer Turnier. www.summer-kunschti.ch

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