Basel
Die Basler Zeitung verkauft auch noch ihre Bilder-Sammlung

Der Basler Galerist Carzaniga hat etwas Spezielles im Angebot: die Gemäldesammlung der «Basler Zeitung». Der Erlös könnte nach einer Schätzung zwischen einer halben Million und 750000 Franken liegen.

Christian mensch
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Das Redaktionsgebäude der «Basler Zeitung» am Aeschenplatz in Basel.

Das Redaktionsgebäude der «Basler Zeitung» am Aeschenplatz in Basel.

HO

Der ehemalige Verleger Hans-Rudolf Hagemann hatte zusammen mit seinem Verlagsleiter Fritz Latscha über Jahre eine Sammlung von Kunstwerken regionaler Künstler zusammengetragen. Die praktizierte Kunstförderung, die den Firmensitz an der Hochbergerstrasse schmückte, umfasst zwei Werke von Niklaus Stöcklin, aber auch grossformatige Gemälde und Skulpturen weniger bekannter Künstler.

Der neue faktische Hausherr Christoph Blocher hat durchaus eine künstlerische Ader. Doch darin fliesst Blut für den Seeländer Maler Albert Anker. Die Basler Sammlung lässt er nun aber verkaufen. Der Erlös könnte nach einer Schätzung zwischen einer halben Million und 750000 Franken liegen.

Die Familie Hagemann hat die regionalen Kunstwerke mit dem Verlag verkauft – sich jedoch nicht von der Kunst verabschiedet. Ex-Verleger Matthias Hagemann und seine Cousine Ruth Ludwig sind Erbverwalter ihrer Tante Doris Im Obersteg-Lerch. Diese war die Schwiegertochter des Basler Spediteurs und Kunstsammlers Karl Im Obersteg, der eine bedeutende Kunstsammlung der Moderne aufgebaut hatte. Die Bilder sind in einer Stiftung eingebracht und stehen dem Kunstmuseum Basel als Dauerleihgabe zur Verfügung.

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