Gefängnis-Erweiterung

Der Boden auf dem Bässlergut-Areal ist verseucht

Die Bauarbeiten für die Erweiterung des Gefängnis Bässlergut haben begonnen. 2019 sollen die ersten Insassen einziehen. Ob die stark erhöhten Bleiwerte im Boden Auswirkungen auf die Baukosten haben, ist noch unklar.

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Die Bauarbeiten für die Erweiterung des Gefängnis Bässlergut haben begonnen. 2019 sollen die ersten Insassen in den Erweiterungsbau einziehen.

Die Bauarbeiten für die Erweiterung des Gefängnis Bässlergut haben begonnen. 2019 sollen die ersten Insassen in den Erweiterungsbau einziehen.

nla

Die Bauarbeiten neben dem Gefängnis Bässlergut haben begonnen. Der Erweiterungsbau bietet Platz für 78 Häftlinge. Zusätzliche Haftplätze sind im Kanton Basel-Stadt zwingend nötig, weil die Anzahl unbedingter Freiheitsstrafen in den vergangenen Jahren massiv angestiegen ist, teilt der Kanton Basel-Stadt mit.

Momentan wird die hohe Nachfrage mit Notbetten und befristeten Provisorien "notdürftig gedeckt". Mit der Erweiterung des Gefängnis Bässlergut sowie der Schliessung von Provisorien steigt die Gesamtzahl der Haftplätze um 65. Neu stehen dann 286 Plätze statt der bisherigen 221 zur Verfügung.

Das Projekt ist mit 40,2 Millionen Franken veranschlagt. 31 Millionen Franken übernimmt der Kanton Basel-Stadt. Der Bund beteiligt sich mit 9 Millionen. Ob das Projekt am Ende doch teurer wird, ist zurzeit noch unklar.

Bei einer Untersuchung vor Baubeginn sind auf dem Areal nämlich «stark erhöhte» Bleiwerte im Aushub festgestellt worden, heisst es in der Mitteilung des Kantons. Die «grossflächige Bodenbelastung» sei durch natürliche Ablagerungsprozesse entstanden.

Der Aushub, der ohnehin anfalle, müsse ordnungsgemäss entsorgt werden. Allfällige Auswirkungen auf die Baukosten klärt der Kanton Basel-Stadt derzeit ab.

Die beiden zuständigen Departemente - das Bau- und Verkehrsdepartement und das Justiz- und Sicherheitsdepartement - gehen davon aus, dass die ersten Insassen 2019 in den Erweiterungsbau einziehen können. Bis Ende 2020 soll das Bauprojekt ganz abgeschlossen sein. (nla)