Bau-Debakel

Das lange Warten auf den Proberaum: Sinfonie-Orchester erhält neues Dach über den Köpfen

Das Warten dauerte Jahre und wird noch einige Zeit andauern. Nun ist aber klar: Die Proberäume fürs Sinfonieorchester Basel sollen endlich Realität werden.

Alice Guldimann
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Am Basler Picassoplatz entsteht das neue Gebäude fürs Sinfonie-Orchester Basel.

Am Basler Picassoplatz entsteht das neue Gebäude fürs Sinfonie-Orchester Basel.

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Nachdem das Sinfonieorchester Basel (SOB) in den vergangenen Jahren von Proberaum zu Proberaum ziehen musste, ist nun das Ende seiner Nomaden-Zeit in Sicht. In eineinhalb Jahren soll der Umbau der Christi-Kirche am Picassoplatz, wo der neue Hauptsitz des SOB entsteht, beendet sein. Dies kündigte das Präsidialdepartement am Donnerstag in einer Medienmitteilung an.

Ab Frühling 2020 solle das Sinfonieorchester das Gebäude mieten und nutzen können. Neben den Musikern sollen auch die Büros der Geschäftsstelle einen Platz bekommen, Räume für Workshops und Vermittlungsprogramme sind geplant. Auch andere Orchester sollen die Möglichkeit erhalten, in den Räumen zu proben.

Der Mangel ist dauerhaft

Die Verantwortung für die Bewirtschaftung und Weitervermietung übergibt der Kanton dem SOB. Die Situation für sämtliche Basler Orchester würden sich so laut dem Präsidialdepartement deutlich verbessern. Konzerte wird es im ehemaligen Kirchensaal aber keine geben.

Bereits 2016 mangelte es an Proberäumen für Orchester, der Kanton kaufte deshalb die ehemalige Kirche aus dem Jahr 1936 für 5,86 Millionen Franken. Die Regierung versprach, die Liegenschaft möglichst rasch umzubauen. Bereits 2017 hätte das SOB einziehen sollen, doch der Umbau stellte sich als schwieriger heraus als gedacht.

Baudenkmal soll erhalten werden

Das Projekt verzögerte sich immer wieder wegen baulicher Probleme. Die Verantwortlichen räumten im Juni gegenüber der bz ein, man habe den Aufwand durch denkmalpflegerische Vorgaben und die akustischen Anforderungen unterschätzt.

Der Umbau wurde nun gemeinsam mit der Denkmalpflege und mit Akustikexperten erarbeiten. So soll das Baudenkmal erhalten bleiben und die Räume den Bedürfnissen eines Orchesters angepasst werden.