Corona

Das «Läggerli» lädt bereits wieder ein: Nach der Nicht-Fasnacht ist vor der Fasnacht

Das ging schnell. Kaum gibt der Bundesrat bekannt, dass ab 6. Juni wieder Veranstaltungen mit bis zu 300 Leuten durchgeführt werden können, serviert «Fasnachtsstuube»-Wirt Patrick «Almi» Allmandinger News zu seinem «Läggerli».

Andreas Schwald
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Colette Studer übernimmt die Regie und trägt schon ein Läggerli im Haar.

Colette Studer übernimmt die Regie und trägt schon ein Läggerli im Haar.

Marc Gilgen

Erstens: Die Vorfasnachtsveranstaltung soll 2021 stattfinden. Das steht schon mal fest. Zweitens: Produzent Patrick «Almi» Allmandinger hat eine neue Regisseurin. Und das ist keine Geringere als Colette Studer.

Studer ist in der Fasnachtsszene eine bekannte Grösse. Während mehrerer Jahre führte sie Regie beim Kleinbasler Charivari, wo sie auch als Teil des Ensembles auf der Bühne stand. Nun wird sie wieder auf einer Fasnachtsbühne aktiv, dieses Mal im Scala an der Freien Strasse. Sie übernimmt die Regie von Sabina Rasser, die wiederum selbst kürzertreten will. Rasser stehe dem «Läggerli» nach wie vor als Texterin und Beraterin zur Seite, wolle sich aber vermehrt auf ihr Engagement als Yoga-Lehrerin konzentrieren.

Lockerungen lassen die Veranstalter hoffen

Er gehe mit «Mut und Zuversicht und mit der Hoffnung voran, dass sich die aktuelle Lage in den kommenden Monaten beruhigt», schreibt Patrick Allmandinger in der Mitteilung dazu. Auf Anfrage sagt er im Gespräch, dass die Zeit nun reif sei, «wieder positive Nachrichten» mitzuteilen.

Der kommende Lockerungsschritt des Bundesrates bestätige, dass man als Veranstalter nun wieder mit Planungen fortfahren kann. Entsprechend ist auch schon der Vorverkauf terminiert: Dieser startet am 1. August. Die geltenden Sicherheitsbestimmungen des Bundes würden beim «Läggerli» selbstverständlich jederzeit eingehalten, heisst es.

Fasnacht vermisst? Die Sujetbeiz hat offen

Allmandinger eröffnete zudem just auf die Fasnachtssaison 2020 hin sein Restaurant «Fasnachtsstuube» an der Schützenmattstrasse im ehemaligen Bierlokal «Pinguin». Die Saison sei damals sehr gut angelaufen, auch während der abgesagten Fasnacht 2020 sei das Lokal gut besucht gewesen.

Der Lockdown habe zwar für wirtschaftliche Ungewissheit gesorgt, den Unternehmerwillen und die Reserven aber nicht erschöpft. Allmandinger und seine Mitstreiter Rolf Tschan und Heinz Zimmermann planen bereits Aktionen auf die kommende Saison hin, die Gäste sind auch schon wieder zurückgekehrt.

Mit der Mitteilung zur garantierten Durchführung des «Läggerli» reiht sich Allmandinger in die Liste jener Basler Veranstalter ein, die in den vergangenen Tagen und Wochen bekanntgaben, ihre geplanten Events durchzuführen. Darunter Tino Krattiger, der sein Kulturfloss-Festival «Im Fluss» im Spätsommer durchführen will, sowie Erik Julliard, der das Basel Tattoo auf November und in die St. Jakobshalle verlegt hat. Wobei die Chancen für eine Vorfasnacht schon vor den Lockerungsübungen des Bundes besser standen als für die Veranstaltungen diesen Sommer.

Dazu neuer Podcast des «Fasnachtshuus»

Derweil sich an der Basler Fasnachtsfront bereits eine andere Aktivität regt. So lanciert der Verein Fasnachtshuus von Patrick Stalder einen neuen Podcast. Stalder, Produzent der gleichnamigen Vorfasnachtsveranstaltung, veröffentlichte am Donnerstag die erste Folge. Sein Gast? Ausgerechnet Patrick «Almi» Allmandinger.

Wöchentlich nehme fortan die lokale Basler Fasnachts-Prominenz am «Fasnachts-Stammdisch» Platz und geselle sich zum Gespräch mit Stalder. Der Podcast ist via Spotify, iTunes, Youtube sowie fasnachtshuus.ch abonnier- beziehungsweise hörbar. In der ersten Folge sagt Allmandinger: «Es ist legitim, von der Fasnacht zu leben».