Basel
Das Jugendkulturfestival kehrt auf den Münsterplatz zurück

Erstmals seit 2007 wird auf der Pfalz wieder eine Bühne des Jugendkulturfestivals stehen – als Gäste kommen Luzerner Bands. 1700 Jugendliche sorgen für zwei Tage dafür, dass die Werkschau der Region reibungslos über die Bühne geht.

Jasmin Grasser
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«And You Will Know Us By the Trail of Dead» spielten am JKF 2007 als vorerst letzter Headliner auf dem Münsterplatz. Archiv/ken

«And You Will Know Us By the Trail of Dead» spielten am JKF 2007 als vorerst letzter Headliner auf dem Münsterplatz. Archiv/ken

Lachende Gesichter und ein proppenvoller Barfüsserplatz: Alle zwei Jahre, wenn das Jugendkulturfestival (JKF) stattfindet, gehört Basel den Heranwachsenden und denjenigen, die sich für die kulturelle Vielfalt in der Stadt einsetzen. «Dieses Jahr haben wir die Anmeldezahl des Vorjahrs überschritten», sagt Sebastian Kölliker, Präsident des Vereins Neues JKF. Über 317 Bewerbungen seien eingegangen, für das Festival ausgewählt wurden 180 Formationen, sagte er gestern bei der Bekanntgabe des Programms.

Sechs verschiedene Sparten

Am achten JKF werden 71 Bands, 45 Tanzformationen, über 15 DJs, verschiedene Sportformationen und sieben Theaterformationen auf elf Bühnen ihr Können präsentieren. Insgesamt arbeiten dabei 1700 Jugendliche am Gelingen des zweitägigen Festivals. «Wir bieten eine musikalische Werkschau durch die Region», sagt Kölliker. Dabei sind professionelle Musiker wie Navel ebenso vertreten wie der Nachwuchs, der im Klosterhof präsent sein wird. Alle Künstlerinnen und Künstler verzichten auf eine Gage.

Wie bereits 2011 wird es wieder eine Partnerregion geben. Vor zwei Jahren war es Zürich, dieses Jahr entschied sich das Organisationskomitee für Luzern. «Luzern hat eine aufstrebende Jugendkulturszene und ist deswegen als Partner interessant», sagt die Geschäftsleiterin Joëlle Perret. Vier Bands aus der Zentralschweiz spielen am JKF, im Gegenzug treten an einer Vorveranstaltung im Club Treibhaus in Luzern drei Basler Bands auf.

Geografische Ausdehnung

«Nachdem das Literaturhaus letztes Jahr zögerlich auf unsere Anfrage reagiert hat, ist es diesmal zwei Tage mit dabei», sagt Kölliker. Unter anderem wird ein Poetry-Slam stattfinden. Und das JKF kehrt erstmals seit 2007 wieder auf den Münsterplatz zurück. «Bisher war dies aus bewilligungstechnischen Gründen nicht möglich», sagt Kölliker. Die Beschallungsgrenze liegt bei 93 Dezibel, anders als am restlichen Festival, wo die Lautstärke 100 Dezibel nicht überschreiten darf. «Auf der Bühne auf der Pfalz wird es ruhiger zugehen», sagt Kölliker.

Der Platz sei aufgrund seiner Grösse ideal, um den verschiedenen Sportevents einen Platz zu geben – von Boxeo mit Arnold «The Cobra» Gjergjaj bis zum Gerüst der World’s Parkour Family, bei der man seine Kletter- und Sprungkünste testen kann.

Erstmals arbeitet das JKF mit dem Museum für Kulturen zusammen. Zwei Wochen lang werden Bilder von Basler Jugendlichen zu sehen sein, die sich verschiedenen Szenen zugehörig fühlen. «Die Idee hatten wir, als unser Grafiker dieses Konzept für die diesjährige Werbekampagne vorschlug», sagt Perret. Anstelle der Kampagne würde jetzt eine Ausstellung entstehen, etwas, worauf sie sich sehr freue. «Es ist toll, dass wir die Möglichkeit haben, die heutige Jugendkultur abzubilden.

Ein weiteres Highlight für Perret ist die Zusammenarbeit mit Black Tiger, dessen Projekt «One City-One Song» live performt wird. «147 Basler Künstler auf einer Bühne zu haben, ist beeindruckend und ein würdiger Abschluss für den Samstag, der im Zeichen des Hip-Hops steht», sagt Perret. Wie im letzten Jahr wird in der Elisabethenkirche die Afterparty zum JKF stattfinden.

Jugendkulturfestival, 30. und 31 August, www. programm.jkf.ch

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