Insektenburger
Das grosse Krabbeln beginnt

Mit ein wenig Verspätung sind sie nun endlich da: Burger aus Insektenfleisch. Die wohl spektakulärsten Kreationen gibt es seit wenigen Tagen in der Bollwerk-Buvette unweit der Heuwaage.

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So sieht der Bollwerk-Burger aus, Grillendekoration inklusive.

So sieht der Bollwerk-Burger aus, Grillendekoration inklusive.

Martin Toengi

Zwar musste sich Gastronom Roger Greiner vier Monate gedulden, bis die Kriechtiere sämtliche Bestimmungen für Lebensmittel bestanden hatten. Doch noch immer gehört Greiner zu den ersten Wirten weitum, welche die jüngste Delikatesse anbieten können. In Deutschland und Frankreich wird der Insekten-Gourmet nicht fündig, die EU hinkt hinterher.

Eingeklemmt zwischen zwei Brothälften und garniert mit einer aufgespiessten Grille lockt das Insektenfleisch. Wobei «Fleisch» fast ein bisschen hoch gegriffen scheint: Die Masse besteht zu rund einem Drittel aus Mehlwürmern, den Rest bestimmen Reis und Gemüse. Wer sich vor vielbeiniger Nahrung ekelt, dürfte dies kaum besänftigen.

Bislang aber zeigen sich die Schweizer durchaus willig, etwas Neues ausprobieren zu wollen. Die Regale von Grossverteiler Coop wurden in den ersten Tagen regelrecht leegeräumt. In manchen der sieben Verkaufsstellen waren die Produkte zeitweise nicht mehr erhältlich. «Der Ansturm ist recht gross gewesen», sagt Coop-Sprecher Ramon Gander gegenüber Radio Energy, erst nächste Woche soll Nachschub eintreffen.

Greiner hingegen will sich längerfristig nicht auf Massenware einstellen. Bereits für September plant er die Eröffnung einer Insektenbeiz im neuen Kleinbasler Foodtempel «Klara13» an der Clarastrasse.

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