Initiative von «Basel 2030»

Auf dem Marktplatz tanzten Initianten für ein gerechteres Klima

Mit einer tänzerischen Aktion wurden am Donnerstag die Unterschriften für die Klimagerechtigkeitsinitiative überreicht. Unterstützung gab es auch von SP-Grossrätin Sarah Wyss.

Aimee Baumgartner
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Punkt 15 Uhr ertönten gestern auf dem Basler Marktplatz die Klänge einer Fasnachtstrommel und eines Akkordeons. Parallel dazu tanzte ein Dutzend Personen und eine Handvoll Kinder. Mit dieser Aktion leitete die Gruppe «Basel 2030» die Übergabe der gesammelten Unterschriften für die Klimagerechtigkeitsinitiative ein, die Mitte Mai von einem überparteilichen Komitee lanciert wurde.

Auch Vertreter aus der Politik waren mit dabei, wie beispielsweise SP-Grossrätin und Komitee-Mitglied Sarah Wyss. «Mich überzeugen das unglaubliche Engagement der Beteiligten und das ehrgeizige Ziel. Die Klimagerechtigkeit soll nicht erst in 30 Jahren erreicht werden, sondern schon möglichst bald», so Wyss. Jetzt sei es wichtig, dass die Politik konkrete Massnahmen ergreife.

Die Initiative fordert, dass bis zum Jahr 2030 im Kanton Basel-Stadt netto null Treibhausgasemissionen anfallen. Die Umstellung auf eine CO2-neutrale Wirtschaft und Gesellschaft solle im Sinne der Klimagerechtigkeit fair gestaltet sein, ist die Gruppe «Basel 2030» überzeugt. «Nur so können schlimmere Entwicklungen innerhalb und ausserhalb der Landesgrenzen, wie Wetterextreme, Überschwemmungen, Ernteausfälle oder soziale Konflikte, verhindert werden» ist Mathilda Blumenkohl vom Initiativkomitee überzeugt.

Unterschriften in nur vier Monaten gesammelt

Ziel sei es, die Leitlinien des staatlichen Handelns in der Basler Kantonsverfassung zu ergänzen. Darüber hinaus soll diese mit einem Klimagerechtigkeits-Paragrafen ergänzt werden. Damit verpflichtet sich die Regierung unter anderem dazu, den Ausstoss an Treibhausgasemissionen im Kanton Basel-Stadt bis in zehn Jahren auf netto null zu reduzieren.

Trotz der Coronakrise wurden die notwendigen Unterschriften für die kantonale Volksinitiative in nur vier Monaten gesammelt. Für Blumenkohl ist das ein grosser Erfolg: «Wir sind sehr glücklich, dass wir gemeinsam mit vielen Menschen so viele Unterschriften in kurzer Zeit sammeln konnten. Klimagerechtigkeit brennt vielen Baslerinnen und Baslern unter den Nägeln!»

Nun erhofft sie sich, dass es weiterhin schnell geht. Diese Dringlichkeit wollte die Gruppe auch mit ihrem expressionistischen Tanz vor dem Rathaus ausdrücken, erklärt Blumenkohl. «In der Choreografie geht es ums Ausbrechen aus der Komfortzone und um Gemeinsam-stark-sein und In-Aktion-treten» Nach dem Tanz sollen nun aber Taten folgen.