Kinderspital

Aquarium am UKBB in Gefahr: Technischer Defekt macht jahrelange Arbeit zunichte

Das hauseigene Aquarium des Universitäts-Kinderspital beider Basel musste vergangene Woche leergeräumt werden. Durch einen technischen Defekt hatte das Wasser einen zu tiefen Salzgehalt. Nun befinden sich die Fische in Quarantäne.

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Normalerweise leben im Aquarium vom UKBB neun Clown- und Doktorfische.

Normalerweise leben im Aquarium vom UKBB neun Clown- und Doktorfische.

UKBB/Patrick Stumm

Die Kinder lieben es: das Aquarium des Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB). Doch seit letzter Woche schwimmen die Clown- und Doktorfische nicht mehr vor den Kinderaugen herum. Stattdessen ist das Aquarium in der Zwischenwand des Empfangs und der Cafeteria Nemo leer und mit Sichtschutzwänden verdeckt.

Osmosewasser

Osmosewasser ist reinstes Wasser ist, dem jegliche sonstige Stoffe entzogen wurden.

Grundsätzlich ist dieses Osmosewasser wichtig um die Fische in bester Gesundheit zu halten. Jedoch nur, wenn dem Wasser entsprechende Salze und Mineralien beigemischt werden. Ohne regulierende Technik kann das Osmosewasser nicht mehr entsprechend angereichert werden.

Der Grund für das Fehlen der Fische ist ein technischer Defekt. Wie das UKBB in ihrem Blog auf der eigenen Website mitteilt, stieg über Nacht die Technik aus, welche für die Regulation des Wasserspiegels zuständig ist. Dadurch floss während mehreren Stunden sogenanntes Osmosewasser in das Aquarium. Das Resultat: ein zu tiefer Salzgehalt.

Die Fische mussten sofort aus dem Wasser - zum Glück war es noch nicht zu spät für die Tiere. Einige spezielle Steine konnten zudem sicher eingelagert werden. Doch für das übrige Innenleben des Aquariums kam jede Hilfe zu spät, teilt das UKBB mit.

Von Grund auf neu aufbauen - doch wer zahlt?

Die Wiederinbetriebnahme des Aquariums ist nicht so einfach. Laut Daniel Eicher, Leiter Facility Management am UKBB und Schirmherr vom Aquarium erklärt, dass ein Aquarium ein kleines Ökosystem von äussester Komplexität darstellt. Man könne nicht einfach auf einen Schlag Salz zum Ausgleich ins Wasser geben, sondern die Konzentration Schritt für Schritt wiederherstellen.

Daniel Eicher fasst das Desaster bedauernd zusammen: «Das Aquarium müsste jetzt wieder von Grund auf neu aufgebaut werden. Dieser Unfall hat die Arbeit von Jahren zunichte gemacht.» Doch für die UKBB-Geschäftsleitung ist klar: Das Aquarium soll wieder mit Leben gefüllt werden. Die Kinder - gerade diejenigen, die öfter ins Spital kommen müssen - sollen ihre Fische zurückbekommen und die Fische sollen wieder in ihr gewohntes Heim zurückkehren.

Das Problem stellt laut Marco Fischer, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, aber die Finanzierung dar. Ursprünglich wurde das Aquarium von Spenden finanziert. Wie es nun weitergeht, ist noch offen.