Verfahren
Ackermann wehrt sich gegen Kritik im Fall Fehlmann

Das Präsidialdepartement will trotz gegenteiligem Urteil der Personalrekurskommission weiterhin an der Freistellung des umstrittenen Museumsdirektors Marc Fehlmann festhalten. Doch die Antworten der Regierung auf Vorstösse im Grossen Rat werfen vor allem neue Fragen auf.

Jonas Hoskyn
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Im Sommer wurde der Vorwurf laut, der Regierungsrat habe die Öffentlichkeit bewusst getäuscht.

Im Sommer wurde der Vorwurf laut, der Regierungsrat habe die Öffentlichkeit bewusst getäuscht.

Nicole Nars-Zimmer

So schreibt das Präsidialdepartement erstmals, dass seine Freistellung dem Direktor des Historischen Museums in einer schriftlichen Verfügung mitgeteilt worden sei. «Das Präsidialdepartement ist in dieser Sache sorgfältig vorgegangen», so die Position der Regierung.

Das erstaunt: Die Personalrekurskommission hat zuletzt die Freistellung aufgrund von schwerwiegenden formellen Mängeln für nichtig erklärt, mit Verweis darauf, dass eben eine solche schriftliche Verfügung nicht vorliegen würde.

Gleichzeitig verwehrt sich die abgewählte Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann «in aller Deutlichkeit gegen die Behauptung, der Regierungsrat habe die Öffentlichkeit bewusst getäuscht». Dieser Vorwurf war laut geworden, als Untersuchungen im Sommer ergaben, dass das Präsidialdepartement zwar zusammen mit einem externen Berater eine Supervision mit Fehlmann gestartet hatte, heimlich aber bereits ein halbes Jahr die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit dem Direktor vereinbart worden war.

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