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Perfekte Proportionen: Die hohe Kunst der islamischen Architektur

Sabine Altorfer
Das Gur-Emir-Mausoleum in Samarkand. Bild: Getty Images

Das Gur-Emir-Mausoleum in Samarkand. Bild: Getty Images

Da erstarrt der Mensch vor Ehrfurcht und Bewunderung! Pure Schönheit in Blau und Gold, die Proportionen perfekt, die Kuppel im tadellosen Gleichgewicht zwischen statischer Kugelform, Bauchung und dynamisierenden Rippen: An den Bauwerken im usbekischen Samarkand zeigt sich eindrücklich, welche Meisterleistungen die islamische Kunst hervorgebracht hat.

Das Gur-Emir-Mausoleum wurde 1403/1404 unter der Herrschaft der Timuriden errichtet, als Samarkand eine der wichtigsten Städte an der Seidenstrasse war. Nach Jahren des Niedergangs wurde die Grabstätte in den 1950er- und 1970er-Jahren renoviert. So weit verzweigt wie der islamische Einfluss über die Jahrhunderte war, so breit gefächert ist auch die islamische Kunst.

Luca Mozzati stellt in seinem Wälzer die hervorragendsten Werke aus Architektur, Bildhauerei, Malerei und Keramik, aus Goldschmiede-, Teppich- und Buchkunst vor. Chronologisch nach Dynastien geordnet, folgen sich die Beispiele aus vierzehn Ländern und drei Kontinenten geografisch etwas verwirrlich. Die Auswahl ist aber so breit, dass wunderbare Entdeckungen möglich sind.

Luca Mozzati: Islamic Art (nur Englisch).

Prestel Verlag, 320 Seiten, 414 Abb.

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