Gereift und verbessert

Schon nach dem ersten Modelljahr hat Audi den e-tron verbessert und eine neue Karosserievariante lanciert. Was das nützt, zeigt der Test.

Philipp Aeberli
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Audi e-tron Sportback.

Audi e-tron Sportback.

Bild: HO

Nun hat Audi nachgelegt. Schon für das zweite Modelljahr gab es einen Feinschliff. So wurden reibungsärmere Bremsen verbaut und der E-Motor an der Vorderachse kann sich in gewissen Fahrsituationen fast vollständig abkoppeln, um den Fahrtwiderstand zu reduzieren.

Zudem hat Audi mit dem «Sportback» eine weitere Karosserievariante lanciert – und damit das erste SUV-Coupé, das seinen Kunden auch einen praktischen Nutzen bringt. Zwar schrumpft auch hier der Kofferraum um 45 auf 615 Liter und der Preis steigt um 1800 auf mindestens 94 100 Franken für den «55 quattro» mit grosser Akkukapazität. Doch: Der Sportback liegt dank flachem Heck besser im Wind. Der Luftwiderstand verringert sich leicht auf cW 0,27, was 10 Kilometer Normreichweite bringt; bis zu 446 Kilometer gibt Audi an.

Audi e-tron Sportback
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Audi e-tron Sportback
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Audi e-tron Sportback

Bild: HO

Tatsächlich gab sich der getestete Sportback sparsamer, als der e-tron mit Steilheck, den wir vor rund einem Jahr getestet haben. Im Schnitt waren es 25,1 kWh/100 km, womit rechnerisch 344 Kilometer möglich wären. Beim Pendant mit grösserem Kofferraum waren es knapp 30 kWh oder rund 300 km Reichweite. Wer also öfter auf langen Strecken fährt, ist mit der windschnittigeren Version besser bedient.

Für mehr Reichweite sorgen indes auch die Kamerarückspiegel für 2010 Franken Aufpreis; sie sollen rund 10 Kilometer mehr bringen. Auch nach mehreren Tagen Eingewöhnung fällt es aber schwer, im Kamerabild auf der Türtafel Distanzen abzuschätzen, was vor allem beim Parkieren oder Spur wechseln ärgerlich oder gar gefährlich werden kann. Ein konventioneller Spiegel ist hier sinnvoller.

Der e-tron, das erste rein elektrische Modell von Audi, hatte keinen leichten Start. Zwar überzeugte er von Beginn weg mit hohem Fahrkomfort und schnellem Laden, doch zeigte sich ein grosses Problem: der Energieverbrauch. Trotz grossem Akku mit 95 kWh Kapazität waren im Strassenalltag kaum mehr als 300 Kilometer möglich.

Nun hat Audi nachgelegt. Schon für das zweite Modelljahr gab es einen Feinschliff. So wurden reibungsärmere Bremsen verbaut und der E-Motor an der Vorderachse kann sich in gewissen Fahrsituationen fast vollständig abkoppeln, um den Fahrtwiderstand zu reduzieren.

Zudem hat Audi mit dem «Sportback» eine weitere Karosserievariante lanciert – und damit das erste SUV-Coupé, das seinen Kunden auch einen praktischen Nutzen bringt. Zwar schrumpft auch hier der Kofferraum um 45 auf 615 Liter und der Preis steigt um 1800 auf mindestens 94 100 Franken für den «55 quattro» mit grosser Akkukapazität. Doch: Der Sportback liegt dank flachem Heck besser im Wind. Der Luftwiderstand verringert sich leicht auf cW 0,27, was 10 Kilometer Normreichweite bringt; bis zu 446 Kilometer gibt Audi an.

Tatsächlich gab sich der getestete Sportback sparsamer, als der e-tron mit Steilheck, den wir vor rund einem Jahr getestet haben. Im Schnitt waren es 25,1 kWh/100 km, womit rechnerisch 344 Kilometer möglich wären. Beim Pendant mit grösserem Kofferraum waren es knapp 30 kWh oder rund 300 km Reichweite. Wer also öfter auf langen Strecken fährt, ist mit der windschnittigeren Version besser bedient.

Für mehr Reichweite sorgen indes auch die Kamerarückspiegel für 2010 Franken Aufpreis; sie sollen rund 10 Kilometer mehr bringen. Auch nach mehreren Tagen Eingewöhnung fällt es aber schwer, im Kamerabild auf der Türtafel Distanzen abzuschätzen, was vor allem beim Parkieren oder Spur wechseln ärgerlich oder gar gefährlich werden kann. Ein konventioneller Spiegel ist hier sinnvoller.

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