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Nicht sexy, dafür fleissig

Erste Probefahrt mit dem neuen Subaru Forester. Der japanische SUV kommt erstmals mit Hybridantrieb
Philipp Aeberli
Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)
Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)
Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)
Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)
Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)
Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)Subaru Forester e-Boxer. (Bild: Subaru)
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Neuer Subaru Forester

SUV sind im Trend. Sie sind modisch und geradezu sexy, so man denn den Werbebotschaften der Hersteller Glauben schenkt. Diesbezüglich hebt sich Subaru wohltuend ab. Zwar haben die Japaner mit dem Forester schon seit 1997 einen SUV im Angebot. Doch von modischem Chic will man nichts wissen. «Wir wollen keine Autos bauen, die sexy sind», betont David Dello Stritto, Marketing- und Vertriebschef für Europa bei Subaru. Stattdessen sollen die Autos als solide, sicher und zuverlässig gelten. Man will sinnvolle, nutzbare Technologie bieten. So ist es auf der ersten Präsentation des neuen Forester nicht nur erwähnens-, sondern gleich vorführenswert, dass die Heckklappe nun schneller öffnet und schliesst. Statt wie bisher 9,2 Sekunden braucht die automatische Heckklappe nun nur noch rund fünf Sekunden. Denn das sei einer der Punkte, die Kunden bislang bemängelt hätten.

Die Neuauflage des Forester hat noch mehr zu bieten als nur eine schnellere Heckklappe. Es ist dies aber ein bezeichnendes Beispiel dafür, mit wie viel Akribie die Japaner zu Werke gehen. Der SUV wächst in der neuen Generation zwar nur unwesentlich auf 4,63 Meter. Trotzdem bietet er im Innenraum mehr Platz, auch weil er um drei Zentimeter in die Breite zulegte, und einen grossen Kofferraum mit 509 Litern Fassungsvermögen. Überdies wurde die Breite der Kofferraumöffnung vergrössert, sodass sich der Raum leichter beladen lässt. Schliesslich ist der Forester nach wie vor kein Lifestyle-Schönling, sondern ein fleissiger Arbeiter.

Reines E-Auto in Planung

Davon zeugen die weiterhin tadellosen Offroad-Eigenschaften. Der Japaner schafft mehr als nur Feldwege und kommt auch auf rutschigem Untergrund gut voran. Eine Differenzialsperre oder eine Geländeuntersetzung sind aber nicht mit an Bord. Dafür gibt es elektronisch geregelte Bremseingriffe und den komplett neuen e-Boxer-Motor samt stufenloser CVT-Automatik.

Der e-Boxer ist Subarus erster Schritt in Richtung E-Mobilität. Ein reines E-Auto wird noch folgen, doch vorerst starten die Japaner mit einem Mild-Hybrid. Eine kleine Batterie unter dem Kofferraumboden speichert Energie, die entweder beim Bremsen oder auch in Situationen, in denen der Motor überschüssige Energie produziert, Strom hortet. Dieser wird über einen kleinen E-Motor direkt am Getriebe wieder an die Räder geleitet. Entweder zum rein elektrischen Fahren bis 40 km/h, was aber hauptsächlich im Stau oder auf dem Parkplatz tatsächlich geschieht.

Theoretisch sind bis zu 1,6 Kilometer ohne Verbrennungsmotor möglich. Hauptsächlich ist der E-Motor aber als Unterstützung für den 2-Liter-Benziner gedacht. Der leistet auf sich allein gestellt 150 PS und bekommt durch das Hybrid-Modul weitere 17 PS dazu. Entscheidender für den Strassen- und Geländealltag ist aber das zusätzliche Drehmoment der E-Maschine, das verzögerungsfrei zur Verfügung steht. So spricht der e-Boxer beim Beschleunigen deutlich schneller an und hat beim Anfahren schon klar mehr Kraft bereit – zum Beispiel wenn man mit wenig Tempo über grosse Steine rollen will.

Den Verbrauchsvorteil beziffert Subaru auf rund 11 Prozent. Genaue Daten sind noch nicht verfügbar, doch rein rechnerisch dürfte sich der e-Boxer mit rund 6,6 l/100 km begnügen. Hinzu kommt das abgestimmte Fahrwerk, sodass der Forester einerseits im Gelände mit Bodenfreiheit und Verschränkung punkten kann, andererseits aber auch vor schnell gefahrenen Kurven auf der Strasse nicht kapituliert.

Viel Komfort

Technisch aufgerüstet wurde der neue Forester auch, was die Komfort- und Sicherheitsausstattungen angeht. So gibt es kleine Annehmlichkeiten, wie die Wischwasserdüse am Heck, welche die Rückfahrkamera sauber hält, aber auch wichtige Assistenzsysteme. Das «EyeSight»-Kamerasystem, das bei allen neuen Subaru-Modellen serienmässig verbaut ist, bietet nicht mehr nur Notbrems- und Spurhalte-Hilfe. Beim Rückwärtsfahren bremst das System nun, bevor man in ein Hindernis krachen könnte. Zudem warnt es vor Querverkehr. Schliesslich wünschen die Subaru-Kunden immer mehr Sicherheit. Dazu trägt auch die neue Infrarot-Kamera im Innenraum bei.

Als angenehmen Nebeneffekt kann der Forester diese Kamera auch dazu nutzen, den Fahrer zu erkennen und immer die passenden Einstellungen für Sitzposition, Spiegel etc. abzurufen. Bis zu fünf Gesichter kann sich der SUV einprägen. Trotzdem ist er in den wichtigsten Grundtugenden der Alte geblieben: robust, geräumig, simpel und bescheiden. Die Preise starten bei 38 150 Franken.

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