«Dä Brüeder vom Heinz» darf nicht an den ESC - dafür ins Schweizer Fernsehen

Sabrina Bächi
Manfred Fries alias «Dä Brüeder vom Heinz» hat es nicht in die Schweizer Ausscheidung zur Teilnahme beim ESC geschafft. Dafür ist er ab Montag in der Fernsehsendung «Mini Schwiiz, dini Schiiz» dabei.

«Dä Brüeder vom Heinz» darf nicht an den ESC - dafür ins Schweizer Fernsehen

Sabrina Bächi
Manfred Fries alias «Dä Brüeder vom Heinz» hat es nicht in die Schweizer Ausscheidung zur Teilnahme beim ESC geschafft. Dafür ist er ab Montag in der Fernsehsendung «Mini Schwiiz, dini Schiiz» dabei.

«Dä Brüeder vom Heinz» darf nicht an den ESC - dafür ins Schweizer Fernsehen

Manfred Fries alias «Dä Brüeder vom Heinz» hat es nicht in die Schweizer Ausscheidung zur Teilnahme beim ESC geschafft. Dafür ist er ab Montag in der Fernsehsendung «Mini Schwiiz, dini Schiiz» dabei.
Sabrina Bächi

Manfred Fries hat mit seiner Partnerin einen ESC-Song aufgenommen. (Bild: Mario Testa, 15. November 2018)

«Dä Brüeder vom Heinz» wollte es wissen und schickte gleich zwei neue Songs ins Rennen um die Schweizer Teilnahme beim European Song Contest (ESC). Vor einem Monat erhielt er Bescheid: Keines seiner Stücke hat es in den Final geschafft. «Die Qualität der Aufnahmen stimmte sicher. Vieles ist halt auch Geschmacksache», sagt Manfred Fries alias «dä Brüeder vom Heinz».

Auch andere Gründe kommen ihm in den Sinn. Etwa gab es mit 420 Bewerbungen so viele wie noch nie. «Zudem glaube ich, dass sich eine jüngere Person durchsetzen wird, weil diese sich international besser vermarkten lässt», mutmasst er.

Auch an der Sprache könnte es gelegen haben. Denn beide Lieder hat Fries auf Schweizerdeutsch eingesungen. «Es ist kein Drama, ich hätte mich einfach sehr gefreut, wenn es denn geklappt hätte.»

Nun will er aber vorwärts schauen – und zwar auf den nächsten ESC. «Vielleicht kommt mir bis im Sommer noch die zündende Idee für ein Lied, dann bewerbe ich mich nochmals», sagt der bald 60-Jährige. Ein Feedback gab es von den Verantwortlichen bei SRF keines.

«Als Künstler hat man auch keinen Schimmer, wie die Jury die Liedauswahl trifft, das ist etwas unbefriedigend.»

Er vertritt Weinfelden wegen seines Hits

Die ESC-Songs sind aber nicht verloren. Ende Jahr soll eine neue Platte herauskommen, auf der die Lieder sowie sein neuster Hit «Thurgauer» zu hören sind. Doch auch in naher Zukunft ist bei ihm einiges los.

Ab Montag ist er in der SRF-Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» zu sehen. «Ich wurde von der Casting-Firma angesprochen, ob ich im Thurgauer Teil der Sendung Weinfelden präsentieren möchte. Sie wurden auf mich wegen meines Hits ‹Wiifelde› aufmerksam», erzählt er.

Er sei der richtige Repräsentant, das fand auch das SRF, weshalb er neben mindestens einem weiteren Thurgauer Promi in der Sendung zu sehen ist. «Ich durfte dann einige Orte aussuchen, das SRF-Team hat schliesslich entschieden, wo wir drehen und was wir machen.»

Die Dreharbeiten von Dienstag bis Samstag im November empfand er als ziemlich stressig. «Aber es war eine mega lässige Erfahrung. Ich habe Sachen gemacht, die ich sonst nie gemacht hätte», sagt der Sänger. Einen Blick hinter die Kulissen einer Sendung zu werfen sei besonders.

Der Sendung fehlt der Pfeffer

«Ich dachte beispielsweise immer, dass die Herzlichkeit unter den Kandidaten bereits am zweiten Tag extra fürs Fernsehen gespielt sei. Aber das ist wirklich so. Man wächst unglaublich schnell zusammen, weil es eine so intensive Zeit ist.»

Die Sendung, die jeweils um 18.15 Uhr auf SRF 1 läuft, findet der Bussnanger bis jetzt noch nicht so prickelnd. «Es hat mich bisher nicht restlos überzeugt – es fehlt der Pfeffer. Aber wenn man dabei ist, fühlt man es auch ganz anders, als die Zuschauer», sagt Fries.

Er ist am Dienstagabend als Gastgeber in Weinfelden zu sehen. Insgesamt werden fünf Thurgauer Gemeinden vorgestellt. Welche bleibt jedoch vorerst noch ein Geheimnis. «Die Leute können gespannt sein. Es wird toll.»

Tour durch den Thurgau

Bei «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» gehen fünf Schweizer auf eine Tour durch ihre Region. Jeder präsentiert an einem Tag der Woche seinen Heimatort von einer persönlichen Seite – mit dem Ziel, am meisten zu punkten. Am Ende jedes Tages bewerten die Gäste ihre Erlebnisse mit Punkten zwischen 0 und 10. Für die Bewertung zählen etwa die Originalität und die persönliche Note des Tages. Am Ende der Woche gibt es einen Wochensieger. (red)

Hinweis www.srf.ch