Wohnen statt mosten auf Thurella-Areal

Die Neuausrichtung der Thurella ist fast abgeschlossen. Noch schleppt die Thurella aber eine Wandelanleihe in Höhe von knapp 17 Millionen Franken mit, die im Juli fällig wird. In Egnach strebt Thurella gemeinsam mit der Gemeinde ein neues Dorfzentrum an.

Stefan Borkert
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Das Thurella-Areal in Egnach soll keine Industriebrache bleiben. (Bild: Donato Caspari)

Das Thurella-Areal in Egnach soll keine Industriebrache bleiben. (Bild: Donato Caspari)

EGNACH. Mit der Abgabe des Mostereigeschäftes in Egnach an die Gebrüder Möhl hat sich Thurella aus der Mostobstbranche ganz zurückgezogen. Der Saftbereich ist gänzlich bei der Tägerwiler Tochter Biotta untergebracht. Die Sanierung und der Totalumbau der Thurella ist so gut wie abgeschlossen.

Bonität wiederhergestellt

Obwohl die Zahlen, dank Biotta, wieder positiv sind und die Umsätze aufgrund der neuen Marktstrategie nach oben zeigen, hat die Thurella noch eine Herkulesaufgabe vor sich: Im Juli wird eine Wandelanleihe in Höhe von fast 17 Millionen Franken fällig. CEO Clemens Rüttimann ist zuversichtlich, dass auch diese Aufgabe gestemmt wird. Nähere Angaben mochte er noch nicht machen. Fest steht, dass die Bonität der Thurella bei der Hausbank gestiegen ist und man seitens der Bank wieder Vertrauen in die Unternehmung und die Ausrichtung des Geschäftes hat. Zu dieser Ausrichtung gehört auch ein Projekt, das morgen der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Dabei geht es um die künftige Gestaltung des Thurella-Areals in Egnach. Man wolle der Bevölkerung nicht einfach eine Industriebrache hinterlassen und das Areal verkaufen, sagt Rüttimann. Zusammen mit der Gemeinde Egnach und dem kantonalen Denkmalschutz wurde ein Projekt angedacht, das eine Wohnüberbauung mit ruhigem Gewerbe vorsieht. Mit dem Projekt von der Thurella AG beauftragt worden ist das Architekturbüro Bereuter, Rorschach.

Win-win-Situation

Das Mostereigebäude und das Gasthaus Sternen sollen dabei erhalten bleiben. Rüttimann spricht von einer eigentlichen Win-win-Situation. Die Bevölkerung werde frühzeitig mit einbezogen, Egnach erhalte mit dem neugestalteten Dorfkern eine Aufwertung und die Thurella trenne die Immobilien vom Bio-Saftgeschäft, auf das man sich nun voll konzentrieren wolle.

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