Zweideutige Website mit Spur zu Lukas Reimann

WIL. Eine Internetseite lockt Deutsche an. Im Umfeld des Betreibers stösst man auf Lukas Reimann. Dieser bestreitet jede Beteiligung.

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«Sind Sie noch Hartz-IV-Empfänger? Seien Sie nicht dumm, lassen Sie es sich lieber in der Schweiz gutgehen.» Mit diesen Worten verspricht www.come-to-switzerland.com einwanderungswilligen Deutschen Beratung an, gegen eine Pauschale von 3500 Euro.

Vermutlich handelt es sich dabei um eine «Guerilla-Marketing-Aktion» mit politischem Hintergrund. Verantwortlich für die Seite ist ein Deutscher namens Markus Gäthke. Zufall oder nicht: Unter den Auftraggebern Gäthkes findet man eine St. Galler Firma namens Schweizerische Wertpapierabrechnungsgesellschaft AG, in deren Verwaltungsrat Nationalrat Lukas Reimann sitzt.

Reimann sagt dazu auf Anfrage: «Die Firma, in deren Verwaltungsrat ich bin, arbeitet seit einem Jahr nicht mehr mit Gäthke zusammen. Ich selbst wusste nicht einmal von dieser Zusammenarbeit. Mit der Internetseite come-to-switzerland.com habe ich überhaupt nichts zu tun.» (da)