STEPHANSHORN VERKAUFT: Privatklinikgruppe Hirslanden kauft Klinik Stephanshorn

ST.GALLEN. Die Blumenau-Léonie-Hartmann-Stiftung, Mehrheitsaktionärin der St.Galler Klinik Stephanshorn, hat ihre Anteile an die Privatklinikgruppe Hirslanden verkauft. Der Vertrag wurde heute unterzeichnet.

Regula Weik
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Die Klinik Stephanshorn wird von der Hirslanden Gruppe übernommen. (Bild: Coralie Wenger)

Die Klinik Stephanshorn wird von der Hirslanden Gruppe übernommen. (Bild: Coralie Wenger)

Die Parteien haben über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart.

Auch künftig Belegarztspital
Die Privatklinik im Osten der Stadt St. Gallen arbeitet nach dem Belegarzt-Prinzip mit freier Arztwahl. Das wird auch künftig so bleiben, wie die neue Mehrheitsaktionärin versichert. Ole Wiesinger, CEO der Klinikgruppe Hirslanden, spricht von einem «Erfolgsmodell»; sämtliche Kliniken der Gruppe arbeiteten nach diesem Prinzip.

Kein Leistungsabbau
Die Hirslanden-Gruppe ist mit der Klinik am Rosenberg in Heiden bereits heute in der Ostschweiz präsent. Die medizinischen Angebote der beiden Kliniken ergänzten sich ideal; die Klinik Stephanshorn werde auch künftig ein breites Spektrum an medizinischen Leistungen führen. Ein Abbau stehe nicht zur Diskussion.

Mittelfristig strebt Hirslanden eine vollständige Übernahme der Klinik Stephanshorn an. Zur Trägerschaft gehören heute – nebst der Blumenau-Léonie-Hartmann-Stiftung, welche ihr Mehrheitspaket verkauft hat – die mitarbeitenden Ärzte sowie Stadt und Kanton St. Gallen. Hirslanden wolle zügig vorwärts machen und rasch das Gespräch mit den Aktionären suchen, sagt Wiesinger.

Arbeitsplätze nicht gefährdet
Die Klinik Stephanshorn werde künftig wettbewerbsfähiger sein, sagt Verwaltungsratspräsident Adrian Rüesch. Die Klinik betreut jährlich über 4500 stationäre Patienten; sie verfügt über rund hundert Betten und beschäftigt 250 Personen. Die Arbeitsplätze seien nicht gefährdet, versichert Rüesch.