Ein stilistischer Spagat, der funktioniert

Eigentlich ist die stilistische Bandbreite, die das Kulturfestival St. Gallen präsentiert, beinahe ein Unding. Der Mix aus World Music, Jazz, Folk, Blues, Rock, Soul, Singer-Songwriter und Electro-Pop scheint viel zu gross, als dass sich damit ein profiliertes Programm entwickeln könnte.

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Eigentlich ist die stilistische Bandbreite, die das Kulturfestival St. Gallen präsentiert, beinahe ein Unding. Der Mix aus World Music, Jazz, Folk, Blues, Rock, Soul, Singer-Songwriter und Electro-Pop scheint viel zu gross, als dass sich damit ein profiliertes Programm entwickeln könnte. Und doch beweist dieser Anlass im Innenhof des Historischen und Völkerkundemuseums St. Gallen, dass das möglich ist. Denn entstanden ist dieses musikalische Konglomerat nicht am Schreibtisch, sondern es ist über die Jahre aus den Erfahrungen der Veranstalter und den Reaktionen des Publikums gewachsen.

Der musikalische Stil-Spagat, den man als Nachteil sehen kann, hat sich dabei auch als ein Vorteil entwickelt. Weil sich die Programmverantwortlichen den Ruf verdient haben, zwar vielfach unbekannte oder nur in den jeweiligen Szenenkreisen bekannte Künstlerinnen und Künstler einzuladen, dabei aber meistens lohnende Entdeckungen zu machen sind.

Wenn morgen mit Jupiter & Okwess sowie Mbarakan als Vorgruppe das 10. Kulturfestival mit Afrobeats und Funk eröffnet wird, ist das auch der Auftakt zu fünfzehn Konzertnächten, die alle für Überraschungen gut sind. (as)

www.kulturfestival.ch