Döttingen

Zonenplan wird für die Zukunft gerüstet

Mehr Einwohner, mehr Arbeitsplätze: Diese Trends werden sich in den nächsten paar Jahren in Döttingen nicht ändern, deshalb wird die Nutzungsplanung von Siedlungs- und Kulturland geändert.

Marc Reinhard
Drucken
Teilen

Mehr Einwohner, mehr Arbeitsplätze: Diese Trends werden sich in den nächsten paar Jahren in Döttingen nicht ändern, deshalb wird die Nutzungsplanung von Siedlungs- und Kulturland revidiert. Im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens fand am Mittwochabend eine öffentliche Info-Veranstaltung statt.

Seit 2008 ist eine neunköpfige Kommission unter Gemeindeammann Peter Hirt daran, den Nutzungsplan zu revidieren und den veränderten Verhältnissen anzupassen. Den Hauptharst bilden drei Zonen, die in sich oder durch Erweiterung verändert werden sollen.

Wohnen und Arbeiten

Es geht insbesondere darum, bereits überbaute Zonen zu verdichten und die Nutzungsmöglichkeiten besser zu durchmischen: Wo heute gewohnt wird, soll vermehrt auch gearbeitet werden können, wo Industriebauten mit urbanem Charakter stehen, soll vermehrt auch gewohnt werden können.

Die Kernzone im Dorf soll fürs Gewerbe und für Dienstleistungsbetriebe noch attraktiver werden. Döttingen hat zwar noch immer etwa
13 Hektaren Baulandreserven. Diese sind aber stark zerstückelt, zum Teil an lärmexponierten oder waldnahen Lagen, die nur sehr eingeschränkt bebaut werden können. «Die Massnahmen vertragen sich gut mit einer Reihe von Bedingungen», sagt Gemeinderat Mike Spannagel.

Seit der Jahrtausendwende hat das Dorf über 500 Einwohner mehr bekommen, die Arbeitsplätze haben zwischen 1995 und 2008 um 6Prozent zugenommen. Diese Entwicklung deckt sich sowohl mit den Zielvorstellungen der Gemeinde wie auch mit den kantonalen Prognosen bis 2025.

Dann soll das Weindorf am Stausee von heute 3750 auf 4500 Einwohner gewachsen sein. «Wir müssen uns darauf vorbereiten», sagt Mike Spannagel, der auch Kommissionsmitglied ist. «Die Planungsmassnahmen, wie wir sie heute der Bevölkerung präsentieren, vertragen sich mit wirtschaftlichen Interessen, mit dem Rebbau, mit Verkehrsbelangen, mit den privaten Wohnzonen, mit dem Substanz- und Ortsbildschutz und einer bleibenden Durchgrünung mit Erholungsfunktion.»

Etwa 50 interessierte Döttingerinnen und Döttinger schauten sich nach der einstündigen Veranstaltung im hinteren Teil der Turnhalle bei Speckzopf und Weisswein intensiv die Plan-Entwürfe an. Fragen kamen wenige und wenn, dann tangierten diese vor allem Partikularinteressen. Spannagel rechnet nicht mit Opposition, zumal die kantonale Vorprüfung bereits stattgefunden hat und sich die Bevölkerung nun bis am 10. Mai im Mitwirkungsverfahren beteiligen kann.

Die öffentliche Auflage kommt im Herbst 2011, der Beschluss an der Gemeindeversammlung im Juni 2012. Im Winter 2012/2013 soll der Plan dann vom Kanton abschliessend genehmigt werden.