Untersiggenthal
Neuer Sportplatz eingeweiht – nach langen Jahren der Planung

Der FC Turgi hat den neuen Sportplatz Oberau mit einer kleinen Feier eröffnet. Der Weg zum Neubau war steinig.

Irene Hung-König
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Der neue Sportplatz Oberau ist eingeweiht worden.

Der neue Sportplatz Oberau ist eingeweiht worden.

Irene Hung-König

Das neue Fussballgelände des FC Turgi erstrahlt in den Farben blau und grün. In der Vereinsfarbe Blau ist das neue Vereinslokal gehalten, saftig grün wirken die Rasen der drei Fussballfelder in der Oberau. Das Hauptfeld im Stadion ist zertifiziert für Spiele in der 2. Liga interregional, was die einen oder anderen bei der Einweihungsfeier gedanklich zu sportlichen Höhenflügen verleitete.

Derzeit spielt die 1. Mannschaft des FC Turgi in der 4. Liga. Auf Platz 2 können bis zu 3.-Liga-Spielen ausgetragen werden und Platz 3 ist für den Jugend- und Kinderfussball reserviert.

Ganz in blau: Das neue Vereinsgebäude neben dem Sportplatz.

Ganz in blau: Das neue Vereinsgebäude neben dem Sportplatz.

Irene Hung-König

«Es war ein steiniger Weg mit vielen Rückschlägen und Kompromissen», sagte der langjährige FC-Turgi-Präsident Patrick Sandmeier. Die Anlage sei mit viel Herzblut, Willen und Engagement der Vereinsmitglieder gebaut worden. «Die Fussballer-DNA ist geprägt von Durchhaltevermögen.» Das grosse Einweihungsfest soll nun im nächsten Sommer stattfinden.

Zu den geladenen Gästen sprachen auch Frau Gemeindeammann Marlène Koller, Untersiggenthal, der Gebenstorfer Gemeindeammann Fabian Keller und Amtskollege Adrian Schoop aus Turgi. Diese drei Gemeinden sind die Bauherren der neuen Anlage, der FC Turgi ist als Mieter auf der Oberau eingezogen.

Blick in das neue Vereinslokal.

Blick in das neue Vereinslokal.

Irene Hung-König

Den steinigen Weg – von den ersten Plänen 1998 bis zum Spatenstich im Juni 2019 – erwähnten alle in ihren Ausführungen, lobten aber auch das Durchhaltevermögen. Marlène Koller sprach von einer Leidensgeschichte. Man habe sich jeweils einen «Schupf» geben müssen, um weiterzumachen. «Ich habe gestaunt, was der FC mit eigener Arbeit geleistet hat.» Nun wünscht sich die auf Ende Jahr zurücktretende Frau Gemeindeammann noch, die Kreditabrechnung zu kontrollieren, vor die Gemeinde zu bringen, um das Ganze abzuschliessen.

Daniel Busslinger, FC-Turgi-Präsident, sprach von einer grossen Vorfreude: «Wir haben lange gewartet. Das ist ein Generationenprojekt», sagte er. Er erwähnte die rund 70 Vereinsmitglieder, welche in 3500 Arbeitsstunden an der neuen Anlage mitgebaut haben.

«Jetzt geht es vorwärts. Wir sehnen den Kick-off herbei.»

Ob beim Saisonstart am 13. August ein erstes Heimspiel ausgetragen wird, ist noch nicht klar, denn der Spielplan steht noch nicht. Einen neuen Ball gab es als Geschenk von Robert Gugler, Sportplatzkommissionspräsident des Aargauischen Fussballverbandes. Er dankte allen, die zum sehenswerten Erfolg beigetragen hätten und wünschte dem FC Turgi viele faire und interessante Spiele.

Vereinslokal mit sechs Garderoben

Blick in eine der sechs Garderoben.

Blick in eine der sechs Garderoben.

Irene Hung-König

Elegant, grosszügig und modern kommt das neue Vereinslokal daher. Im Clublokal kann bei einem Bier und kleinen Snack gemütlich gefachsimpelt werden. Den grössten Teil des eingeschossigen Baus nehmen die sechs Garderoben, zwei Schiedsrichterkabinen, Dusch- und WC-Anlagen, Material- und Putzraum, Sanität und Büro ein. Auf verschiedenen Bildschirmen wird jeweils angezeigt, welche Garderobe die verschiedenen Teams nutzen können.

Die prekären Verhältnisse auf dem Sportplatz «Steigacher» gehören nun definitiv der Vergangenheit an. In dieser Hinsicht «spielt» der FC Turgi bereits in einer anderen Liga.

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