Surbtal
Gewerbe hat alle Register gezogen und Kunden auf rotem Teppich empfangen

Endingen hat sich als Standort für die Gewerbeschau bewährt. Rekordhafte 108 Gewerbetreibende, Dienstleister und Gemeinden haben keinen Aufwand gescheut, den vielen Besuchern ein unterhaltsames Programm mit einigen Überraschungen anzubieten.

Thomas Bucher
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Vielfältiges und kreatives Gewerbe gestaltet den Eingangsbereich.

Vielfältiges und kreatives Gewerbe gestaltet den Eingangsbereich.

Thomas Bucher

Am Wochenende fand in Endingen die sechste Surbtaler Gewerbeschau statt. Rekordhafte 108 Gewerbetreibende, Dienstleister und Gemeinden nutzten die Gelegenheit, um den Kontakt zu den bestehenden Kunden zu pflegen und zu neuen Kunden aufzubauen.

Teils dauerten die Vorbereitungen eine Woche. Träger der Ausstellung ist der Gewerbeverein Surbtal, bestehend aus Unterendingen/Endingen, Schneisingen, Siglistorf, Lengnau, Freienwil und Ehrendingen.

Schwieriges Unterfangen - Mit dem Bagger muss das Eisen versenkt werden
20 Bilder
Zufriedenes OK - Franz Burger, Verantwortlicher Ausstellung, und Hanspeter Lüthi, Ressort Finanzen
'Würfel deine Gemeinde'
Vier Garagen aus dem Surbtal bauten vor Ort ein Auto zusammen
René Keller (rechts), Gartenbau Keller, stellte das erste Mal an der Gewerbeschau aus
Jedem Aussteller stand beim Eingang eine Fläche zur eigenen Gestaltung zur Verfügung
Heisses Eisen - Kunstschlosser Hermann Meier bei der Arbeit
Jedem Aussteller stand beim Eingang eine Fläche zur eigenen Gestaltung zur Verfügung (2)
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Einfallsreiches Werbegeschenk - Rechtsanwälte Geissmann mit geprägten Äpfeln
Eine Attraktion für die Kinder war das Ponyreiten
Ein schwieriges Unterfangen - Bei diesem Posten galt es, die richtige Balance mit dem Traktor zu finden
Ein Schreinerlehrling in Walz-Tracht zeigt, wie ein Tatzelwurm entsteht
Ein Lehrling präsentierte sein Abschlussprojekt
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Der Name ist Programm - Diese Herren spielten 'Joyful Jazz'
Die Surbtaler Jäger zeigten einheimische Tiere
Der kulinarische Teil ist bei jeder Gewerbeausstellung sehr wichtig
Bei diesem Formel-1-Simulator schlug das Kinderherz höher
Der kulinarische Teil ist bei jeder Gewerbeausstellung sehr wichtig (2)

Schwieriges Unterfangen - Mit dem Bagger muss das Eisen versenkt werden

Thomas Bucher

Der Aufwand hat sich gelohnt, wenn man den mit viel Hingabe gestalteten Aussenbereich der Gewerbeschau betrachtet. Die Mannschaft von René Keller, Keller Garten- und Tiefbau, etwa baute seit letztem Samstag eine Gartenlandschaft inklusive Teich und Mäuerchen auf.

«Wir wollten zeigen, dass wir nicht nur Aushube und Muldenservice bieten, sondern vor allem Gartenbau betreiben», umriss Keller seine Hauptmotivation, um in Endingen auszustellen. Dies alles ist nebst Mensch und Material nicht ganz gratis, müssen die Aussteller doch ihren Standplatz mieten.

Trotzdem war für Keller, der das erste Mal an der Gewerbeschau teilnahm, der Standpreis in Ordnung. Den Ausstellern sei es wichtig gewesen, dass die Aussenanlagen optisch ein einheitliches Bild abgeben würden.

«Wie wenn die Armee da wäre»

Franz Burger heisst der Mann, der im Organisationskomitee für den Bereich Ausstellung zuständig ist.

«Es ist bombastisch, was zum Beispiel die Gartenbauer und Schreiner hier aufgestellt haben. Es ging zu und her, wie wenn die Armee da gewesen wäre», freut sich Burger.

Daher habe sich auch ein Fünf- oder Sechsjahresrhythmus der Gewerbeschau eingependelt, die jetzt zum dritten Mal in Folge in Endingen stattgefunden hat: «Jedes Jahr, das wäre wohl zu viel», so Burger.

Bei der Gestaltung der Ausstellung legten Burger und sein Team Wert auf eine einheitliches Bild – und dies nicht nur im Aussenbereich, wo die verschiedenen Stände beinahe unbemerkbar ineinander übergehen.

Ausserdem liess der Freienwiler eine farbenfrohe Aussendekoration mit über 2700 blau-gelben Bändern – den Ortsfarben seiner Heimatgemeinde – anbringen. «Im Innern sorgt dann ein roter Teppich für einen roten Faden», sagte Burger.

Erlebnis im Vordergrund

Franz Burger war selber mit seiner Schreinerei vor Ort. «Mir ist wichtig, dass wir unsere Kontakte zu den bestehenden Kunden pflegen und uns bei Ihnen für Ihre Treue bedanken. Es geht nicht nur darum, neue Kunden zu gewinnen», umschrieb Burger seine Aussteller-Philosophie.

Dazu wurden den grossen und kleinen Besuchern an allen drei Tagen Dutzende Attraktionen geboten. «Die Stände leben davon, dass sie attraktiv sind», ist sich Burger sicher. Vier Surbtaler Garagen bauten etwa am Stand ein Auto zusammen, das am Freitag erst in Einzelteilen angeliefert worden war.

Die Regionalpolizei Zurzibiet liess in einem beweglichen Fahrzeuginneren die Besucher spüren, welche Kraft auf einen wirkt, wenn man im Auto sitzt und plötzlich bremsen muss. Das Erlebnis stand vielerorts im Vordergrund.

Der gesellige und kulinarische Teil durfte bei der Gewerbeausstellung natürlich auch nicht fehlen. Auf der Bühne spielte zum Beispiel das Quintett «Joyful Jazz», daneben servierten junge, aufgestellte Damen in Dirndl in der Oktoberfest-Beiz Brezel und weitere bayrische Köstlichkeiten.

Es gab Bratwurst, Raclette, Chäshörnli, frisches Gebäck, um nur einige der feilgebotenen Köstlichkeiten zu nennen. Die nächste Surbtaler Gewerbeschau wird voraussichtlich im Jahr 2018 oder 2019 stattfinden.

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