Direkte Buslinie soll Studenland mit Bad Zurzach verbinden – und die Region attraktiver machen

Ein Wislikofer will mit einer alternativer Bus-Route das Studenland attraktiver machen.

Stefanie Garcia Lainez
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Adelbert von Moos fordert mit einer Petition eine direkte Verbindung von Baden durchs Studenland nach Bad Zurzach (im Bild: Mellstorf). az/archiv

Adelbert von Moos fordert mit einer Petition eine direkte Verbindung von Baden durchs Studenland nach Bad Zurzach (im Bild: Mellstorf). az/archiv

Nadja Rohner

Keine 24 Stunden online und schon die nötigen Stimmen zusammen: Die Petition für eine direkte Busverbindung von Baden durchs Studenland nach Bad Zurzach von Adelbert von Moos findet grosse Unterstützung im Bezirk. «Ich bin überrascht, dass die nötigen Stimmen so schnell zusammen kamen», sagt der Wislikofer.

Heute fährt der Bus von Baden via Niederweningen in der Gemeinde Mellikon ab der Haltestelle Chessel nicht direkt nach Bad Zurzach, sondern in die andere Richtung nach Kaiserstuhl. «Und das, obwohl der Bus ab Mellikon so gut wie leer ist», sagt von Moos. Wer von Schneisingen, Siglistorf oder Wislikofen in den Bezirkshauptort will, muss in Rümikon umsteigen und mit dem Zug weiter in den Bezirkshauptort. Dies will von Moos ändern. Er ist überzeugt, dass eine direkte Linie nach Bad Zurzach den Bezirk viel attraktiver machen würde.

Beispielsweise für Familien mit Kindern in Wislikofen: Seit die Bezirksschule in Kaiserstuhl geschlossen wurde, besuchen alle Schüler ab der dritten Klasse entweder die Schule in Bad Zurzach oder in deren Nachbarsgemeinde Rekingen. Gerade für die Primarschüler erschwert das Umsteigen den täglichen Schulweg. Eine direkte Buslinie wäre auch ein Vorteil für jene, die im Flecken einkaufen möchten. «Insbesondere für ältere Menschen. Auch für sie ist das Umsteigen in Rümikon mühsam», sagt von Moos. «Und wer in Bad Zurzach Kulturanlässe oder das Thermalbad besuchen möchte, würde davon ebenfalls profitieren.»

Auch für Touristen und Tagesausflügler, die das Studenland besuchen möchten, sei die direkte Buslinie eine gute Sache: «Kurgäste und Zurzibieter hätten eine einfachere Verbindung zu den Sehenswürdigkeiten unserer Region wie der Propstei in Wislikofen, dem Museum in Mellstorf oder den Alpenrosen im Schneisinger Wald.» Zudem gäbe es viele schöne Wanderwege im Studenland.

Ammänner blitzten ab

Adelbert von Moos Idee stösst beim Gemeinderat auf offene Ohren. Die Ammänner der elf «Rheintal+»-Gemeinden suchten bereits im letzten Sommer das Gespräch mit der Postauto Schweiz AG. Aber ohne Erfolg: «Es hiess, dass der enge Fahrplantakt nicht mehr eingehalten werden könne, wenn das Postauto neu nach Bad Zurzach fahren würde», sagt der Wislikofer Gemeindeammann Heiri Rohner. «Denn die Fahrt in den Bezirkshauptort dauert fünf Minuten länger.» Dabei würde mit einer direkten Buslinie die ganze Region näher zusammenrücken, insbesondere mit dem Zentrum Bad Zurzach.

Dass Adelbert von Moos die Petition lanciert hat, freut Gemeindeammann Heiri Rohner. Er hofft, dass man nun eine gute Lösung mit Postauto Schweiz findet. «Wenn man von politischer Seite und aus der Bevölkerung Druck macht, können wir vielleicht gemeinsam etwas bewegen.» Und er ergänzt: «Denn steter Tropfen höhlt den Stein.»