Rietheim

Der Teilzeit-Schulleiterin wird in Birrhard gekündigt

Die Leiterin der Primarschule ist auch in Birrhard in gleicher Funktion tätig – dort verliert sie nun ihren Job. Ihr wird mangelnde Kompetenz vorgeworfen.

Janine Müller
Drucken
Teilen
Die Leiterin der Primarschule hat in Rietheim und in Birrhard eine Teilzeit-Anstellung. Jene in Birrhard verliert sie nun. (Symbolbild)

Die Leiterin der Primarschule hat in Rietheim und in Birrhard eine Teilzeit-Anstellung. Jene in Birrhard verliert sie nun. (Symbolbild)

Keystone

Im Januar flatterte der Schule Birrhard die zweite Schulevaluation der Fachhochschule ins Haus. Wie schon beim ersten Mal sah sich die Schule mit schlechten Noten konfrontiert. Vor allem die Schulleitung kommt nicht gut weg. Der 61-jährigen Schulleiterin C. F.* wurden in beiden Evaluationen mangelnde Kompetenz in der Schulführung vorgeworfen. Im zweiten Bericht fiel die Beurteilung gar noch schlechter aus. C. F. ist zu 25 Prozent in Birrhard angestellt – und zu 30 Prozent in Rietheim, wo sie die Primarschule leitet.

Den Job in Birrhard ist sie jetzt aber los: Anfang März zog die Schulpflege die Konsequenzen und beschloss, C. F. per 31. Juli zu entlassen. «Nach diesen schlechten Resultaten fehlte letztlich das Vertrauen, das man an einer so kleinen Schule in die Schulleitung haben muss», sagt Sarah Keller, Schulpflegepräsidentin.

Der Rietheimer Schulpflegepräsident Frank Feldmann erfuhr durch die Presse von der Entlassung von C.F.. Über die Vorgänge an der Schule Birrhard war er nicht im Bild, da Schulpflegen aufgrund der Amtsverschwiegenheit untereinander keine Informationen über die Angestellten austauschen dürfen. Lehrpersonen geniessen besonderen Datenschutz. Feldmann will sich derzeit zum Fall nicht äussern, da es noch ein laufendes Verfahren ist.

Auch die Schulleiterin selber will im Moment nicht über die Entlassung sprechen. Sie werde zu einem späteren Zeitpunkt Auskunft geben, sagt sie auf Nachfrage.

Recherchen der az ergeben, dass C. F. bereits an einer ihrer früheren Arbeitsstelle entlassen wurde. In Aarburg war sie Stufenleiterin für die Sekundar- und Realschule. Auch dort liess sie gemäss Aussagen einer Lehrerin*, die damals an der Schule tätig war, die nötige Fachkompetenz und jegliche Transparenz bezüglich ihrer Arbeit vermissen. Zudem sei der Umgang mit den Lehrpersonen sehr forsch gewesen.

In Birrhard will man der 61-Jährigen jetzt noch einen versöhnlichen Abgang bereiten. Die Schulleiterin soll die Chance haben, ihre Zeit an der Schule möglichst sauber zu beenden, erklärt Sarah Keller, die Schulpflegepräsidentin. Denn: «Sie war immer sehr fleissig, hatte ihren Fokus aber nicht immer da, wo er sein sollte. Das zeigten uns die Evaluationsberichte.»

* Namen der Redaktion bekannt.