Schmiedrued-Walde

WWF und Birdlife sind gegen Spezialzone Matt

Die beiden Verbände WWF und Birdlife haben je eine Einwendung gegen die Spezialzone Matt eingereicht. Grund dafür sind vor allem die wertvollen Fruchtflächen und die Landschaft von kantonaler Bedeutung, welche durch das Projekt beeinträchtigt würden.

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Reitbetrieb «Das Pferd» in Schmiedrued will erweitern, deshalb muss der Kulturlandplan und die Bau- und Nutzungsordnung.

Reitbetrieb «Das Pferd» in Schmiedrued will erweitern, deshalb muss der Kulturlandplan und die Bau- und Nutzungsordnung.

Christine Fürst

Der Reitbetrieb «das Pferd» braucht mehr Platz, um seine Existenz zu sichern. Dafür soll in Schmiedrued die Spezialzone Matt ausgeschieden werden. Ein Teil der Landschaft von kantonaler Bedeutung und Fruchtfolgeflächen würden dabei beansprucht. Es braucht eine Teiländerung des Kulturlandplanes sowie der Bau- und Nutzungsordnung (az vom 6. 2.). Diese lag nun 30 Tage öffentlich auf. Gleichzeitig lief das Mitwirkungsverfahren. Bei der Gemeinde sind drei Einwendungen eingegangen. Eine Einsprache ist auf privater Basis erfolgt, zwei Einwendungen sind durch die Verbände WWF und Birdlife eingereicht worden.

«Der WWF Aargau hat gegen die Spezialzone Matt eine Einwendung gemacht, da diese raumplanerisch nicht sinnvoll ist, wertvolle Fruchtflächen zerstört und die Landschaft von kantonaler Bedeutung beeinträchtigt», begründet Tonja Zürcher, Geschäftsführerin des WWF Aargau. Insbesondere die Reithalle widerspreche dem Anliegen, die landschaftlich wertvollen Talebenen des Ruedertals vor der weiteren Verbauung zu schützen.

Birdlife Aargau schliesst sich diesen Aussagen an. In dessen Stellungnahme steht zudem, dass das Ausbildungszentrum «das Pferd» nicht standortgebunden sei und eine sachlich vertretbare Interessenabwägung vollständig fehle. Beide Verbände erwähnen in ihren Stellungnahmen die Vorgeschichte des Areals. 2013 hat der Grosse Rat die Anpassung des Richtplans für die Spezialzone Chänelmatt in Schmiedrued abgelehnt. Ziel wäre es gewesen, dass eine Baufirma dort ihren Hauptsitz errichten würde und der Pferdebetrieb erweitern könnte. Es gibt laut Zürcher keinen Grund, weshalb die Beurteilung in dieser kurzen Zeit ändern sollte.

Vonseiten der Gemeinde kann laut Gemeinderat Heinz Sommerhalder noch nichts gesagt werden. Ende März werde eine planerische Auswertung der Einwendungen erstellt und in einem Arbeitspapier festgehalten. Damit kann die Mitwirkungseingabe in einem Mitwirkungsbericht ausgewertet werden. (cfü)