KWC Brunnenskulptur

Wasserhahn der Superlative: In Unterkulm entsteht ein spektakulärer Brunnen

Auf dem ehemaligen Betriebsgelände der KWC in Unterkulm gibts einen spektakulären Brunnen. Darum herum werden 240 Wohnungen gebaut.

Melanie Eichenberger
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Im Baugesuch ist diese Visualisierung der Brunnenskulptur zu sehen.

Im Baugesuch ist diese Visualisierung der Brunnenskulptur zu sehen.

Seit Mitte April wird direkt neben der WSB-Haltestelle «Unterkulm Nord» auf dem ehemaligen KWC-Betriebsgelände ein Mega-Projekt umgesetzt: Gebaut wird ein knapp 36 Meter hoher Büro-Tower, zwei moderne Wohnbauten und ein Wasserspiel mit zugehöriger Begegnungsoase. Jetzt liegt das Baugesuch für die Brunnenskulptur des Wasserspiels öffentlich auf – ein Wasserhahn der Superlative. Er wird Teil eines modernen Wohn- und Dienstleistungsquartiers, das unter anderem dereinst 240 Wohnungen beherbergen wird. Das gesamte Bauprojekt wird in drei Etappen umgesetzt. «Wir sind im Zeitplan», sagt die Bauherrin Artemis Immobilien AG.

Eine 100 Millionen Investition

«Es ist ein Leuchtturmprojekt, das hier auf dem KWC-Areal entsteht», sagte CEO und Inhaber der Artemis Group (unter anderem Franke) Michael Pieper, der anlässlich des Spatenstichs im Mai ins Wynental reiste. Piepers Vermögen wird vom Magazin «Bilanz» auf 4,5 bis 5 Milliarden Franken geschätzt. Zusammen mit Andreas Hauswirth hat der Milliardär um 1990 erstmals mit der Artemis Immobilien ein Einfamilienhaus gebaut, später ein Mehrfamilienhaus. Heute investieren die Artemis Immobilien jährlich 30 bis 60 Millionen Franken in Überbauungen.

In das 27'000 Quadratmeter grosse ehemalige Unterkulmer Betriebsgelände der Armaturenfabrik werden rund 100 Millionen Franken investiert. «Es ist ein grosses Commitment zur KWC», so Pieper.

Die Mega-Baustelle mit der ehemaligen Giesserei (Gebäude in der Mitte), die extra um einige Meter verschoben wurde.

Die Mega-Baustelle mit der ehemaligen Giesserei (Gebäude in der Mitte), die extra um einige Meter verschoben wurde.

Melanie Eichenberger

Ein Hotspot für Fachkräfte

Wie die Brunnenskulptur des geplanten Wasserspiels aussehen soll, entnimmt man seit dem 10. Dezember aus dem Baugesuch. Die Skulptur aus gebürstetem Chromstahl ist fast 11 Meter hoch und erinnert an einen modernen KWC-Wasserhahn. Er wölbt sich auf einer Breite von rund 9 Metern und wird künftig die Besucher im «Silicon Valley in der Welt des Wassers» – so nennt es der Unterkulmer Gemeindeammann Emil Huber – willkommen heissen. In Unterkulm entsteht mit der neuen Überbauung nicht nur ein grossräumiger Showroom namens «AquaKulm», sondern auch ein Kompetenz-Zentrum Wasser der Franke Water Systems AG. Dieses soll zum Hotspot für Fachkräfte und ein Zentrum des Wissens, der Forschung und Entwicklung werden.

Das Brunnenbecken mit einer Breite von 8 und einer Länge von 15 Metern ist zwischen der Winkelstrasse und dem WSB-Bahnhof auf dem künftigen KWC-Platz geplant – direkt vor dem vor dem 36 Meter hohen Verwaltungsgebäude. Wie viel alleine die Brunnenskulptur kostet, ist nicht bekannt.

Die KWC hat Tradition

Die Geschichte des Schweizer Traditionsunternehmens KWC beginnt vor 140 Jahren als kleine Musikspieldosenmanufaktur. Heute ist es ein internationales Unternehmen mit 100 Mitarbeitern in Unterkulm, schweizweit beschäftigt die KWC rund 300 Personen. Seit 2013 ist sie im Besitz der Franke Water Systems AG.