Schöftland
Um das Parkplatzproblem zu entschärfen: Alterszentrum lässt Haus abreissen

Das Suhrental Alterszentrum hat seit Jahren ein Parkplatzproblem. Der Kiesplatz vor dem Haus gehört der Gemeinde. Die Mitarbeitenden dürfen ihn nur brauchen, wenn kein Anlass stattfindet – und dieses Jahr sind viele geplant. Deshalb sucht das Unternehmen einen Ausweg.

Nadja Rohner
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Wenn gerade keine Veranstaltung läuft, können die Mitarbeitenden des «Suhrental Alterszentrum» Schöftland auf dem Kiesplatz der Gemeinde parkieren.

Wenn gerade keine Veranstaltung läuft, können die Mitarbeitenden des «Suhrental Alterszentrum» Schöftland auf dem Kiesplatz der Gemeinde parkieren.

Nadja Rohner / Aargauer Zeitung

Das «Suhrental Alterszentrum» hat ein Problem. Also eigentlich zwei, aber jenes des noch ausstehenden Neubaus lässt sich nicht ganz so einfach lösen. Das der fehlenden Parkplätze geht das Alterszentrum nun aber an: In einem aktuell aufliegenden Baugesuch beantragt das Unternehmen den Abriss einer Liegenschaft am Obstgartenweg. «Wir haben das alte Einfamilienhaus vor einigen Jahren zur Arrondierung unseres Areals gekauft», sagt Geschäftsführerin Bernadette Flükiger. «In den letzten Jahren war es an eine Familie vermietet, die nun aber ausgezogen ist.» Aktuell steht die Liegenschaft also leer.

Flükiger erklärt: «Wir haben seit Jahren viel zu wenige Parkplätze für unsere Mitarbeitenden – etwa ein Dutzend direkt hinter dem Alterszentrum und noch einige längs des Obstgartenwegs bei unseren Alterswohnungen.» Das reiche aber nirgends hin. An einem Werktag seien täglich rund 60 bis 70 Mitarbeitende im Haus.

«Die Parkplatzsituation ist seit Jahren ein grosses Thema. Zwar können wir den Kiesplatz der Gemeinde vor dem Alterszentrum nutzen. In den letzten zwei Jahren, als wegen Corona keine Veranstaltungen stattfinden konnten, ging das. Aber nun wird der Platz wieder intensiv genutzt – das ist für uns ein grosses Problem.» In Zeiten des akuten Fachkräftemangels in der Pflege sei man als Arbeitgeber stark im Nachteil, wenn man keine Parkplätze anbieten könne, so Flükiger weiter.

Deshalb soll das alte Einfamilienhaus, dessen Sanierung sich nicht mehr lohne, abgerissen werden – was für den späteren Alterszentrumsneubau wohl eh nötig wäre. An seiner Stelle könnten bis zu 18 Autos parkieren. Ebenso will das Alterszentrum jene Parkplätze, die aktuell längs des Obstgartenwegs angeordnet sind, nun quer zu diesem platzieren und die Anzahl erhöhen. Das dafür notwendige Land gehört dem Alterszentrum bereits.