Reinach

Rot auf weiss: Die EWS Energie AG beschenkt sich zum Geburtstag mit neuem Logo

Die EWS Energie AG investiert 300'000 Franken in ein neues Logo und läuft sich warm fürs Jubiläum. Davon profitiert auch die Region.

Melanie Eichenberger
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Werner Augstburger, Jürg Rubin und Christian Gerber (v.l.) vor dem Firmengelände.

Werner Augstburger, Jürg Rubin und Christian Gerber (v.l.) vor dem Firmengelände.

Melanie Eichenberger

Rot auf Weiss. So präsentiert sich der neue Auftritt der EWS Energie AG. Das alte umständliche Logo mit vielen Querstrichen und unscheinbarem Grau wurde durch ein kraftvolles Rot ersetzt. Aus Grossbuchstaben wurden Kleinbuchstaben.

Dazu ein moderner Slogan: LocalPower. «Wir sind lokal tätig und haben Power», sagt Geschäftsführer Christian Gerber. «Der Firmenname bleibt gleich», präzisiert VR-Präsident Jürg Rubin. Lediglich das Erscheinungsbild werde nach 20 Jahren erstmals modernisiert.

«In der Bevölkerung spricht man schon lange nur noch vom EWS», sagt Gerber. Deshalb sei die Kurzform naheliegend. Lokal ist auch die Urheberin des Logos: Vrena Ryter ursprünglich aus Beinwil am See, lebt heute in Brittnau.

Die EWS hat ein Steffi Buchli-Problem

arl Gautschi aus Menziken macht sich im «Wynentaler Blatt» Luft: «EWS schlägt um rund 75 Franken pro Jahr auf, einfach so und kommentarlos. Nein, so geht das nicht.» Gemeint ist die Erhöhung der Grundgebühr für den Kabelfernsehanschluss auf Fr. 29.90 pro Monat. Die neue Rechnung verärgerte einige Kunden – wie man Leserbriefen entnehmen konnte. Diese Vorwürfe weist das EWS von sich. Es gebe mehrere Gründe für die im September angekündigte Preissteigerung: Quickline, der TV-, Internet- und Telefonanbieter, mit dem das EWS zusammenarbeitet, hat die Grundausstattung geändert. Neu ist «Mysports» – der Sportsender mit Steffi Buchli – eingeschlossen. Es gibt kein Angebot von Quickline ohne Buchli. Dem EWS sind somit die Hände gebunden. Hinzu kommt der Netzausbau von Docsis 3.1 – ein Übertragungsstandard, der notwendig ist, um am Markt bestehen und auch in Zukunft ein funktionierendes Internet und Fernsehen anbieten zu können. Rüstete man jetzt nicht auf, wäre das System ab 2020 nicht mehr leistungsfähig.

Seit ein paar Tagen fahren die Firmenwagen mit neuem Logo durch die Gegend. Die Mitarbeiter haben ein neues Gewand: Rot auf Blau. Von allen Seiten erkennbar – das EWS-Logo prangt gleich in dreifacher Ausführung auf dem Rücken der Mitarbeitenden.

Sie konnten die Farbe der neuen Kleidung mitbestimmen. Auch online präsentiert sich das EWS nun zeitgemäss. Neu können die Kunden am Onlineschalter ihre Rechnungen einsehen oder einen Umzug melden.

Die verschiedenen Icons – wie Blitz, Glühbirne, Computer oder Wasserhahn – versinnbildlichen die Tätigkeiten des Energieversorgers. Seit Mittwoch können sich die Kunden online ein Benutzerkonto anlegen.

Es gibt auch eine bauliche Veränderung: «Der Eingangsbereich des Hauptgebäudes wird endlich behindertengerecht gemacht», sagt Christian Gerber.

Ein Muni fürs Schwingfest

«Alles, was wir machen, wollen wir für die Region machen», sagt Werner Augstburger, VR-Vizepräsident. Er ist seit der Gründung des lokalen Energieversorgers mit dabei. Für das Festjahr hat das EWS verschiedene Marketingmassnahmen geplant.

Der grösste der zahlreichen Anlässe ist für die lokale Bevölkerung: Am 16. Juni findet der Tag der offenen Tür statt. Übers Jahr verteilt öffnen zudem verschiedene Trafostationen ihre Tore.

Die Gemeinderäte der Aktionärsgemeinden können je einen Verein bestimmen, der für ihre speziellen Tätigkeiten mit einem Barbetrag belohnt wird. «Wir wollen der Region etwas zurückgeben», sagt Augstburger.

Für das Homberg-Schwinget im August tritt das EWS als Hauptsponsor auf und spendet den Lebendpreis – einen Muni. Und schliesslich findet am 2. November als Dank für das Personal und die Aktionäre ein Jubiläumsabend statt.

EWS beschäftigt 40 Personen

Bei all diesen Aktivitäten sind die Finanzen zwangsläufig ein Thema. «Wir haben über die Jahre hinweg Rückstellungen gemacht», sagt Werner Augstburger.

Für das neue Branding wurden 300 000 Franken budgetiert. Dabei verschlingt der neue Eingangsbereich den grössten Teil des Geldes. Das EWS (Elektrizität Wynental-Seetal) entstand im September 1998 durch die Fusion der Gemeindewerke von Birrwil, Gontenschwil, Menziken, Reinach und Zetzwil.

Diese brachten ihre Stromnetze als Kapital in die neue AG ein. Heute bietet das EWS verschiedene Dienstleistungen an. Derzeit werden 40 Mitarbeiter beschäftigt. 2016 machte das EWS 1,3 Mio. Franken Gewinn.