Schlossrued

Radweg ins Ruedertal: Die zweite Etappe ist im Bau

Die ersten 800 Meter des im Endausbau rund 3 Kilometer langen Radwegs von Schöftland nach Schmiedrued sind seit einem Jahr befahrbar. Die nächsten 550 Meter können nach einem Jahr Bauzeit im November 2013 in Betrieb genommen werden.

Toni Widmer
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Für die Böschungs-Fundation müssen Mikropfähle in den Boden gerammt werden (oben); Querschnitt des Böschungsaufbaus (unten). To

Für die Böschungs-Fundation müssen Mikropfähle in den Boden gerammt werden (oben); Querschnitt des Böschungsaufbaus (unten). To

Die ersten 800 Meter des im Endausbau rund 3 Kilometer langen Radwegs von Schöftland nach Schmiedrued sind seit einem Jahr befahrbar. Die Realisierung dieses Abschnitts war noch vergleichsweise einfach. Er konnte auf weitgehend flachem Gelände erstellt werden.

Der Bau des zweiten, 550 Meter langen Teilstücks wird wesentlich aufwendiger. Wegen der sehr steilen Strassenböschung müssen auf einer Länge von 366 Metern zwei Winkelgittermauern hochgezogen werden. Deren Verankerung im weichen Untergrund erfolgt mit zwei Meter langen Mikropfählen, die im Abstand von jeweils zwei Metern schräg und vertikal in Böschung und Boden gerammt werden.

Ein paar Tage Kältepause

Begonnen wurde mit dem zweiten Teilstück – es führt von der Gemeindegrenze Schlossrued bis ins Gebiet Sandplatten – am 19.November. Zurzeit sind die Arbeiten wegen des Kälteeinbruchs vorübergehend eingestellt worden, Anfang nächster Woche soll es bereits wieder weitergehen.

Querschnitt des Böschungsaufbaus

Querschnitt des Böschungsaufbaus

Zur Verfügung gestellt

Der neue Radweg wird 2,5 Meter breit und in beide Richtungen befahren und begangen. Für Landwirtschaftsfahrzeuge ist er jedoch tabu. Von der Strassenfahrbahn wird die neue Verkehrsfläche mit einem einen Meter breiten Grünstreifen abgetrennt, das Bankett bis zur Böschung ist einen halben Meter breit. Laut André Lüscher vom planenden Büro Berger Wenger Plattner AG, ist die Entwässerung über das Quergefälle nach aussen gewährleistet.

Dem Bau des neuen Radweges gingen jahrelange Diskussionen und Planungen voraus. Das Projekt ist Bestandteil des kantonalen Radroutennetzes, das der Kanton 2001 im Richtplan festgelegt hat. Sehr wichtig ist er aber auch als sichere Schulwegverbindung der Schülerinnen und Schüler aus Schmiedrued und Schlossrued, die den Unterricht im Oberstufenzentrum Schöftland besuchen. In den Spitzenzeiten wird mittelfristig eine Erhöhung von 20 auf 50 Velofahrten pro Stunde erwartet.

Gesamtprojekt 2016 fertig

Der Radweg ins Ruedertal wird in vier Etappen gebaut. Das letzte Teilstück von Kirchrued bis ins Gebiet Matt dürfte 2016 befahrbar sein, sofern alles gut läuft.

Insgesamt wird für das Projekt, das vollumfänglich vom Kanton finanziert wird, mit Kosten von gegen 10 Mio. Franken gerechnet. Das jetzt in Angriff genommene zweite Teilstück kostet 2,3 Mio. Franken. In diesem Abschnitt werden 1600 m Erdreich verschoben, 1690 m Kies für die Fundation und 3750 m für die Dammbauten benötigt. Es entsteht eine 1360 m2 neue Radwegfläche, über die voraussichtlich ab November 2013 geradelt werden kann.